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E-Mobility

Zulieferer profitieren vom Elektroauto

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Ein zukunftsweisendes Konzeptauto machte auf der Kunststoffmesse K 2010 am Stand des Kunststofferzeugers Ticona Station: das Elektroauto "UC?" des schweizerischen Autoentwicklers Rinspeed. (Bild: Messe Düsseldorf)
Ein zukunftsweisendes Konzeptauto machte auf der Kunststoffmesse K 2010 am Stand des Kunststofferzeugers Ticona Station: das Elektroauto "UC?" des schweizerischen Autoentwicklers Rinspeed. (Bild: Messe Düsseldorf)

Der Trend zur Elektromobilität wird nach einer Studie von McKinsey zu einem Milliardengeschäft für die Automobilindustrie. Profiteure dieser Entwicklung sind vor allem die Zulieferer. Sie werden ihren Wertschöpfungsanteil weiter erhöhen.

Der Markt für Antriebskomponenten kann sich durch den Trend zur Elektromobilität und die Globalisierung bis 2030 auf 460 Mrr. Euro pro Jahr mehr als verdoppeln und schafft weltweit 420000 neue Arbeitsplätze.

Das weltweite Wachstum sorgt auch in Europa für Umsatz- und Beschäftigungssteigerungen. Dies belegt eine neue Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company, nach der sich das Marktvolumen in Europa bis 2030 auf 170 Mrd. Euro verdoppelt und rund 110000 zusätzliche Fachkräfte mit Know-how in Chemie und Elektronik benötigt werden.

Dramatische Verschiebungen in der Wertschöpfungskette

Das Marktwachstum bewirkt jedoch weitreichende Verschiebungen in der Wertschöpfungskette. Hersteller und Zulieferer müssen sich auf ein Portfoliospiel mit hohen Unsicherheiten einstellen: Sie müssen sich vom Verbrennungsmotor über den Batterie- und Hybrid- bis zum Brennstoffzellenantrieb alle Technologie-Optionen offenhalten und gleichzeitig ein professionelles Rohstoffmanagement sowie neue "Mechemtronik"-Kompetenz bei den Mitarbeitern aufbauen.

Der Trend zur Elektromobilität wird durch die CO2-Regulierung getrieben. Bei einer sehr strengen Regulierung dürfen Pkw bis zum Jahr 2050 nur noch bis zu 10 g CO2/km erzeugen – und dies nach Well-to-Wheel-Rechnung, das heißt: gemessen von der Energieerzeugung bis zum Auspuff. In diesem Fall dominieren langfristig bis 2050 Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge, für die Kurz- oder Langstrecke.

Da Elektroauto ist nicht mehr aufzuhalten

Aber auch bei einem milderen Grenzwert von 40 g CO2/km ist sicher, dass das Elektroauto kommt. Bei diesem Grenzwert, der als Basis für die Marktanalysen genutzt wurde, würden Hybrid- und Range-Extender-Fahrzeuge – also Antriebe, die Elektro- und Verbrennungstechnik kombinieren – bis 2030 einen Anteil von 35 oder 15% der Neuzulassungen erreichen.

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