Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie Zulieferer sehen bessere Basis für Wachstum

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Zulieferer und Automobilhersteller wollen sich erstmals auf verbindliche Abnahmemengen und -zeiträume einigen. „Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer vertrauensvollen und berechenbaren Zusammenarbeit“, sagte Dr. Theodor L. Tutmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ), auf der Hannover-Messe. Die Absichtserklärung biete den Zulieferern die Chance für mehr Planungssicherheit.

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Laut Dr. Theodor L. Tutmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie, werden verbindliche Abnahmemengen und -zeiträume bei den Zulieferern für mehr Planungssicherheit sorgen. Bild: Kraus
Laut Dr. Theodor L. Tutmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie, werden verbindliche Abnahmemengen und -zeiträume bei den Zulieferern für mehr Planungssicherheit sorgen. Bild: Kraus
( Archiv: Vogel Business Media )

Gerade in der jetzigen Phase, in der das Auftragsvolumen wieder steigt, hält Tutmann diese Vereinbarung für wichtig, damit die Zulieferer den Anforderungen an Logistik, Produktion und Finanzmanagement genügen können. Das kann der verbesserten Branchenstimmung, die im Vormonat ein Drei-Jahres-Hoch erreichte, eine solidere Geschäftsbasis geben. Die Auftragseingänge stiegen im ersten Quartal um über 20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Zulieferer lassen Krise hinter sich

„Die Unternehmen scheinen die Folgen der Wirtschaftskrise allmählich zu überwinden“, sagte der ArGeZ-Sprecher. „Noch liegt eine holprige Wegstrecke vor uns“, blickte Tutmann voraus: „Wir müssen weiter Kosten senken und rationalisieren, gleichzeitig aber neue Aufträge zügig bearbeiten und neue Geschäftsfelder erschließen.“

Kontinuierlich steigende Umfragewerte zeigen Tutmann, dass dieser Spagat gelingt. So steigen die Zukunftserwartungen, wie ein Blick auf den Geschäftsklima-Index der Branche verrät, den ArGeZ zusammen mit dem Münchener Ifo-Institut monatlich erstellt. Danach ist die Zuversicht der Zulieferer etwas dynamischer als die der Gesamtindustrie, obwohl laut Tutmann noch ein Drittel die aktuelle Geschäftslage als schwierig beurteilt. Für das Jahr 2010 rechnet der ArGeZ-Sprecher über alle Zulieferbranchen hinweg mit einem Produktionswachstum zwischen 5 und 10%.

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