Suchen

Digitalisierung in der Fertigung Zunehmend gefragt: „Diversifikation“ als Finanzierungsmethode

Redakteur: Beate Christmann

Der Prozess der Digitalisierung und Automatisierung von Fertigungsunternehmen schreitet weiter voran. Die Ideen zur Finanzierung der dazu notwendigen Investitionen sind weltweit vielfältig. Immer mehr Unternehmen setzen auf vielfältige Finanzierungsquellen, wobei die Bedeutung der Anlagenfinanzierung wächst.

Firmen zum Thema

Anlagenfinanzierungen sind immer gefragter: Sie ermöglichen finanziell nachhaltige Investitionen in Digitalisierung oder Automatisierung.
Anlagenfinanzierungen sind immer gefragter: Sie ermöglichen finanziell nachhaltige Investitionen in Digitalisierung oder Automatisierung.
(Bild: Siemens)

Investitionen in neue Technologien, die der Digitalisierung und Automatisierung von Fertigungsprozessen dienen, stehen in der Industrie an der Tagesordnung. Doch wie finanzieren Unternehmen in aller Welt die Erschließung dieser gerade entstehenden Marktpotenziale? Dieser Frage ist Siemens Financial Services (SFS) in einer aktuellen Studie nachgegangen.

Die Untersuchung, bei der Finanzmanager aus Industrieunternehmen in dreizehn Ländern befragt wurden, macht deutlich, dass das produzierende Gewerbe weltweit in neue Technologien investieren muss, um vier zentrale Herausforderungen des Sektors meistern zu können:

  • 1. Steigerung der Produktionskapazität und Flexibilität, um der sich verändernden Nachfrage zu begegnen und den Umsatz zu steigern
  • 2. Qualitätsverbesserung im Kundenservice bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten
  • 3. Verbesserung der Wettbewerbsposition durch höhere Produktqualität und eine breitere Produktpalette
  • 4. Optimierung von Effizienz, Kostenkontrolle und Anpassungsfähigkeit in der Fertigung durch Automatisierung und Digitalisierung

Diese besonderen Anforderungen können die Unternehmen nur mit digitaler Technologie der neuesten Generation erfüllen. Dabei setzen sie zunehmend auf vielfältige Finanzierungslösungen, um diese Investitionen zu realisieren. Vier von fünf Befragten betrachten eine breite Auswahl an Finanzierungsmethoden als „wichtig“, „sehr wichtig“ oder „entscheidend“ für die geschäftliche Entwicklung. Mehr als ein Drittel der Befragten plant, in den nächsten zwei Jahren vielfältige Finanzierungsmethoden und -quellen einzusetzen.

Vorteile der Anlagenfinanzierung

Bei Technologieinvestitionen waren Anlagenfinanzierungen die am häufigsten genannte Finanzierungsmethode – noch vor traditionellen Bankkrediten. So haben sieben von zehn Befragten in den vergangenen zwei Jahren neue Technologien mit Hilfe von Anlagenfinanzierungen erworben. Wesentlicher Vorteil ist dabei, dass hier die Gesamtbetriebskosten einer Investition (Total Cost of Ownership, TCO) berücksichtigt werden können. Dies ermöglicht eine zuverlässige Planung und Berechnung der Stückkosten. Zudem können anfallende Raten an die von der neuen Technologie zu erwartenden Kosteneinsparungen oder Effizienzsteigerungen angepasst werden.

So können Investitionen in Digitalisierung oder Automatisierung auf finanziell nachhaltige Art und Weise erfolgen. Anlagenfinanzierungen erweitern dabei nicht nur das verfügbare Finanzierungsvolumen, sie beschleunigen und erleichtern auch anstehende Investitionsentscheidungen. Damit können die Unternehmen schnell auf Veränderungen im Markt reagieren.

„Die Digitalisierung eröffnet in den Bereichen Automatisierung, Individualisierung (Customization), Skalierbarkeit und Kosteneffizienz neue Möglichkeiten“, sagt Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial-Finance-Geschäfts von SFS in Deutschland. „Mit intelligenten Finanzierungsmethoden können Fertigungsunternehmen neue Technologieplattformen nutzen, um die Produktqualität zu steigern, das Sortiment zu erweitern und die Produktionskosten zu senken.“

(ID:43932063)