Zusätzliche 20 Mio. Euro für den bayerischen Mittelstand

Redakteur: Robert Horn

In Kooperation mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium hat die BayBG Teil II von „Risikokapital für Wachstum und Innovationen“ aufgelegt. Mit einer Laufzeit bis 2023 stehen damit mittelständischen bayerischen Technologie- und Wachstumsunternehmen weitere 20 Mio. € zur Verfügung, die die BayBG mit stillen und offenen Beteiligungen in die Unternehmen einbringt.

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„Durch die bessere Versorgung mit Eigenkapital erhöhen wir die Innovationskraft und die Wachstumschancen kleiner und mittlerer bayerischer Unternehmen“, betont Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.
„Durch die bessere Versorgung mit Eigenkapital erhöhen wir die Innovationskraft und die Wachstumschancen kleiner und mittlerer bayerischer Unternehmen“, betont Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.
(Bild: Bay BG)

Die Mittel werden – wie bereits bei Teil I – jeweils zur Hälfte von der BayBG und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aufgebracht. Der EFRE-Anteil wird dabei vom Bayerischen Wirtschaftsministerium ausgereicht. „Durch die bessere Versorgung mit Eigenkapital erhöhen wir die Innovationskraft und die Wachstumschancen kleiner und mittlerer bayerischer Unternehmen“, betont Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. In Zielunternehmen können hierfür bis zu 2 Mio. Euro investiert werden, vorrangig in der Start-up- und Expansionsphase innovativer mittelständischer Unternehmen. Da ein substantieller Teil der Mittel im EFRE-Schwerpunktgebiet, also vor allem Ostbayern, eingesetzt wird, werden diese Regionen wirtschaftlich, technologisch und arbeitsmarktpolitisch besonders gestärkt.

„Der Zuschlag zugunsten der BayBG fiel im Rahmen eines öffentlichen Bewerbungsverfahrens, bei dem unter anderem die Qualität des Managements und die Erfahrung im Beteiligungsgeschäft beurteilt wurden“, so die Ministerin weiter. „Mit der BayBG haben wir einen verlässlichen Partner, der auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Davon profitieren die Unternehmen in hohem Maß.“

Sonnfried Weber, Sprecher der BayBG-Geschäftsführung gibt sich überzeugt, dass auch Teil II von „Risikokapital für Wachstum und Innovationen“ ein Erfolg wird: „In den vergangenen Jahren haben wir speziell über dieses Projekt zur positiven Entwicklung von 25 Unternehmen beigetragen. Für die nächsten Jahre streben wir wieder eine solche Zahl an.“

Kapital aus Teil I hat zum Beispiel die Ingolstädter maloon GmbH das Angebot genutzt. Das Unternehmen steht für eine innovative Software zur effizienten Kundenkommunikation. Oder die Purus Plastics GmbH im oberfränkischen Arzberg, die aus recyceltem Kunststoff innovative Produkte, zum Beispiel Leichtpaletten, Boxen und Kunststoffraster zur versiegelungsfreien Bodenbefestigung, herstellt.

Risikokapital für Wachstum und Innovationen II

  • Zielunternehmen: Bayerische KMUs – außer mit Sitz in Großraum München (KMU: weniger als 250 Mitarbeiter, Jahresumsatz höchstens 50 Mio. € oder Bilanzsumme höchstens 43 Mio. €)
  • Einsatzmöglichkeiten: Finanzierung von Wachstums- und Innovationsprojekten, z.B. Sachanlageinvestitionen, Working Capital etc.
  • Art der Beteiligung: Stille, offene und kombinierte (stille/offene) Beteiligungen
  • Laufzeit / Investmenthorizont: 5 -10 Jahre
  • Beteiligungsvolumen je Unternehmen: Bis zu 2 Mio. €

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