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Connected Industrial Worker Zusammenarbeit

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Während bisher die Automatisierung von Fertigungsprozessen im Vordergrund stand, ist nun die künstliche Intelligenz in Form von selbstlernenden Robotern das nächste große Thema in der Produktion.

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Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschlandvist überzeugt, dass Mensch und Maschine zu Kollegen werden.
Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschlandvist überzeugt, dass Mensch und Maschine zu Kollegen werden.
(Bild: Bert Bostelmann/Bildfolio)

Wir fragten Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture nach den Folgen.

Wie verändert sie die Industrie durch die Mensch-Maschine-Kollaboration und welche anderen Trends sehen Sie?

Der Roboter wird im wahrsten Sinne zum Kollegen des Menschen und arbeitet in komplexen Produktionsprozessen eng mit ihm zusammen. Dabei geht es nicht darum, den Fabrikarbeiter zu ersetzen, sondern ihm die gefährlichen Teile seiner Arbeit oder wiederkehrende Aufgaben abzunehmen. Gleichzeitig tragen neue Technologien wie Datenbrillen oder in die Kleidung integrierte Sensoren zur Vernetzung des Arbeiters bei. Damit kann er Informationen jederzeit und überall abrufen, mit Kollegen selbst über große Distanzen hinweg zusammenarbeiten und komplexe Situationen anhand von detaillierten Anweisungen, die direkt in seinem Blickfeld sind, leichter lösen.

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Welche Vorteile bringt das den Unternehmen und den Fabrikarbeitern?

Die vernetzten Technologien tragen vor allem zur Entlastung des Fabrikarbeiters bei, sodass er sich ganz auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Eine Datenbrille markiert dem Mitarbeiter etwa virtuell die richtigen Bohr- oder Schweißpunkte und warnt ihn, wenn er nicht zum richtigen Teil greift. Mit einem intelligenten Außenskelett, das 90 % des Gewichts trägt, schont der Arbeiter seine Gesundheit. Damit steigen Sicherheit und Produktivität, während die Fehlerquote sinkt.

Welche Lösungen bietet Accenture für das vernetzte Arbeiten in Fertigung und Montage an?

Mit dem ‚Connected Industrial Worker‘ zeigen wir eine Machbarkeitsstudie, bei der Sensoren im Raum, an Geräten und an der Bekleidung des Arbeiters mit Wearables sowie anderen Mobilgeräten vernetzt sind. Das alles wird unterstützt von Analytics-Anwendungen. Zum Beispiel können sich Mitarbeiter in Chemiewerken, Raffinerien oder Fabriken mit Gefahrstoffen damit Unterstützung bei der Wartung fehlerhafter Maschinen holen. rs

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