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Zuverlässigkeit ist gefragt

28.09.2006 | Redakteur:

Transport von Kartons in einem Umschlagzentrum kann mit wendigen Gabelstaplern optimiert werden. Rund 12 kg Bananen pro Kopf und Jahr verspeisen die Deutschen jährlich. Eine ausgeklügelte Logistik...

Transport von Kartons in einem Umschlagzentrum kann mit wendigen Gabelstaplern optimiert werdenRund 12 kg Bananen pro Kopf und Jahr verspeisen die Deutschen jährlich. Eine ausgeklügelte Logistik sorgt dafür, dass die krumme Staudenfrucht frisch und in stets ausreichender Menge in die Obstauslagen der Geschäfte gelangt. Maßgeblichen Anteil daran hat die HHLA Frucht- und Kühlzentrum GmbH auf dem Hamburger Oswaldkai. Mit über 100 Elektro-Flurförderzeugen der Marke Linde werden dort pro Jahr rund 600 000 t Bananen und 100 000 t weitere Fruchtimporte aus Übersee umgeschlagen.Mit einem Betriebsgelände von rund 150 000m2 (davon 60 000 m2 überdachte Hallenfläche) und einer Kailänge von 530 m zählt die HHLA Frucht- und Kühlzentrum GmbH zu den führenden Fruchtumschlagunternehmen in Europa. An drei Liegeplätzen werden die mit bis zu 260 000 Bananenkartons oder 5200 t beladenen Fruchtcarrier abgefertigt. Besonders am Wochenbeginn, wenn drei Kühlschiffe gleichzeitig am Oswaldkai festmachen, geht es für die rund 100 Mitarbeiter turbulent zu. Denn die Schiffsladung muss innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne gelöscht sein.Für die Bananen aus Mittel- und Südamerika, aber auch Äpfel, Birnen, Weintrauben oder exotische Früchte aus anderen Herkunftsländern, stehen 25 000 Palettenstellplätze in Klimaräumen bereit. Elektronisch gesteuert, lassen sich die Temperaturen dort konstant zwischen –2 bis +14 °C halten. Den größten Anteil am Umsatz des Terminals hat der Umschlag von Fruchtimporten aus Übersee inklusive Zwischenlagerung. Hinzu kommen ausgehende Stückgutverkehre der Kühlschiffreedereien sowie die temperaturgeführte Lagerung anderer Lebensmittel wie zum Beispiel Konserven.Elevatoren fördern die Fracht aus dem SchiffÜber vier Stetigförderer, so genannte Elevatoren, werden die Bananenkartons zunächst aus dem Laderaum des Schiffes gehoben und gelangen anschließend auf Transportbändern in die Umschlaghalle. An einem von acht Übergabeplätzen angelangt, stellen Palettierautomaten die Kartons zu einem Transportgebinde auf Paletten zusammen. Fertig bepackt, ist einer der insgesamt 40 Elektrogabelstapler mit 3 t Tragfähigkeit zur Stelle, um die Bananenfracht weiterzuverteilen.Um den Umschlag zu beschleunigen, sind die 3-t-Stapler alle mit Doppelpalettenklammern ausgestattet. Ein Drittel der Flotte fährt in den ersten drei Tagen der Woche im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr. 15 Wechselbatterien stehen bereit, die mithilfe eines 3-t-Elektrostaplers in nur einer Minute getauscht werden. Um diesen kurzen „Boxenstopp“ zu realisieren, hat Linde eine Kippkabine entwickelt. Mit zwei einfachen Handgriffen lässt sich die Fahrerkabine komplett nach hinten wegklappen, so dass die Batterie von beiden Seiten leicht und ohne Behinderung nach oben aus dem Staplerchassis herausgehoben werden kann. Auf diese Weise lassen sich sehr kurze Wechselzeiten für die Batterien realisieren.Erstes mögliches Ziel der Weiterverteilung sind die beiden Bahngleise, die bis in die Umschlaghalle reichen. Die Stapler stellen die Paletten vor den leeren Waggons ab. Von dort übernehmen wendige Elektrodreirad-Stapler mit 1,5 t Tragfähigkeit die Beladung der Waggons über eine Auffahrthilfe. Zweites mögliches Ziel der roten Stapler ist eine der insgesamt 30 Lkw-Abfertigungsrampen. In temperaturgeführten Fahrzeugen bringen die Speditionen die Früchte im Auftrag der Importeure zu Verteilzentren oder eigenen Zwischenlagern in ganz Deutschland. Den Rest der gelöschten Schiffsladung - rund 30% - befördern die Stapler in spezielle Kühlräume.Dort werden die Früchte computergesteuert bei genau definierten Celsiusgraden für kurze Zeit zwischengelagert. Für den Transport innerhalb des temperaturgeführten Lagers stehen neben den Elektro-Gegengewichtstaplern mit 1,6 und 3 t Tragfähigkeit zusätzlich rund ein Dutzend Niederhubwagen Linde T 18 mit 1,8 t Tragfähigkeit bereit. Diese arbeiten auf einem zusätzlich eingezogenen Boden, mit dessen Hilfe das vorhandene Raumvolumen möglichst gut ausgenutzt wird. Aufgrund der herrschenden geringeren Bodenbelastung heben die Stapler die Paletten in das erste Stockwerk und übergeben sie dort an die Deichselgeräte, die die Paletten ein- und auslagern.Absolute Zuverlässigkeit steht an erster StelleDas Umschlagunternehmen fordert, dass die Fahrzeuge schnell, umschlagstark und absolut zuverlässig arbeiten. Die Gründe dafür sind zum einen die festen Zeitpläne der Frachtschiffe, deren termingerechtes Auslaufen absolute Priorität hat. Zweitens warten die Speditionen zum Teil schon an den Rampen, wenn die Schiffe angelegt haben. Die Kombiachse der Elektro-Gegengewichtstapler hat sich unter diesen Umständen besonders bewährt. Denn die Lenkachskonstruktion kombiniert die Wendigkeit des Dreiradstaplers mit der Stabilität des Vierradstaplers und verleiht den Staplern einen extrem kleinen Wenderadius.Die Fahrzeuge drehen nahezu auf der Stelle. Bei der anstehenden Kaufentscheidung kamen für das Unternehmen deshalb nur wenige Staplerhersteller in die engere Auswahl. Insbesondere den Elektro-Gegengewichtstaplern wird eine ganze Menge abverlangt. Trotz der zum Teil extrem hohen Beanspruchung der Fahrzeuge kann man sich bei den engen Zeitfenstern Ausfallzeiten einfach nicht erlauben. Denn wenn drei Schiffe gleichzeitig entladen werden, zählt jeder einzelne Stapler. Ausfälle bedeuten für das Umschlagunternehmen hingegen zusätzliche Kosten, weil das zusätzliche vorgehaltene Personal nicht mehr ausgelastet werden kann. Entscheidend ist nicht nur ein bewährter Anbieter mit technisch zuverlässigen Fahrzeugen, sondern auch ein erstklassiger Vor-Ort-Service. So entschied man sich für den Linde-Vertragspartner in Hamburg.Fullservice vor Ort für kurze ReaktionszeitenDie Firma Jetschke betreibt auf dem Gelände der HHLA Frucht- und Kühlzentrum eine eigene Werkstatt. Dort hat ein Service-Techniker seinen festen Arbeitsplatz und führt alle Wartungs-, Service- und Reparaturarbeiten im Full-Service durch. Mit dieser Lösung erreicht man sehr kurze Reaktionszeiten und kann sich auf die ständige Einsatzbereitschaft der Stapler verlassen. Mit der Lösung verbinden sich aber noch weitere Vorteile: Die Linde-Servicetechniker sind nach Unternehmensangaben gut ausgebildet und werden regelmäßig geschult. Wollte das Umschlagunternehmen eigenes Personal beschäftigen, wäre das ungleich teurer und aufwändiger.Mit dem Linde-Fullservice hat man stattdessen einen sehr guten Service zu festen monatlichen Raten. Trotz der harten Non-Stop-Einsätze werden kaum Ausfälle bei den Staplern registriert. Diese Zuverlässigkeit ist für den zeitsensiblen Betrieb entscheidend.

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