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Zwei Tools für den smarteren Compoundierprozess von Kunststoffen

Redakteur: Peter Königsreuther

Zwei Neuheiten von Krauss-Maffei Berstorff sorgen bei der Kunststoffextrusion jetzt für Transparenz sowie für eine smarte und deshalb maximale Potenzialausnutzung bei den neuen Zweischneckenextrudern der ZE-Bluepower-Serie.

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Krauss-Maffei Berstorff zeigt im Rahmen der Digitalisierungsysteme jetzt eine Industrie-4.0-mäßige Prozessdatenerfassung für Zweischneckenextruder der neuen ZE-Bluepower-Generation. Ein System kann laut Hersteller etwa Fehldosierungen bei der Farbmischung erkennen.
Krauss-Maffei Berstorff zeigt im Rahmen der Digitalisierungsysteme jetzt eine Industrie-4.0-mäßige Prozessdatenerfassung für Zweischneckenextruder der neuen ZE-Bluepower-Generation. Ein System kann laut Hersteller etwa Fehldosierungen bei der Farbmischung erkennen.
(Bild: Krauss-Maffei Berstorff)

Das erste Tool erlaube den vollen Prozessdurchblick mithilfe zeitsynchroner Datenerfassung und -analyse beim Compoundieren. Modular, aus aufeinander optimal abgestimmter Soft- und Hardware aufgebaut, soll es an viele Extrusionsaufgaben leicht angepasst werden können. Außerdem ist es in seiner Größe skalierbar und arbeitet schnittstellenunabhängig, wie Krauss-Maffei Berstorff betont. Alle gängigen Schnittstellen sollen sich in das System einbinden lassen, das dann alle gewünschten Prozessdaten aufnehme und darstelle. Drücke, Temperaturen, Drehzahlen und Volumenströme aller Up- und Downstream-Komponenten, wie Dosiereinheiten, Schmelzefilter, -pumpen und Granuliereinrichtungen, lassen sich gemeinsam mit dem Extruder in einem System zusammenführen, sagt das Unternehmen.

Inline-Farbmessung vermeidet Ausschuss

Der zweite smarte Newcomer dient laut Anbieter zur Inline-Prozessüberwachung bei der Farbanpassung, das Fehldosierungen nach festgelegtem Sollwert erkennt, und so den Ausschuss minimiert. Das hier beschriebene Tool basiere auf einer bekannten Farbmesstechnik, bei der Licht in die Schmelze geleitet wird, das dann von derselben reflektiert wird. Hoch auflösende Glasfasersensoren erlauben den Abgleich des reflektierten Lichts mit einem zuvor festgelgten Sollwert, heißt es weiter. Auch dieses System ließe sich in die Gesamtanlagensteuerung einfach integrieren.

Zweischneckenextruder machen Compoundierung profitabler

Zweischneckenextruder der ZE BluePower-Serie überzeugen nach Ansicht des Herstellers durch eine hohe Energieeffizienz, Arbeitssicherheit, einfacher Handhabbarkeit sowie geringer Wartungsintensität, sodass sich die gestiegenen Anforderungen der Verarbeiter in puncto Flexibilität und Wirtschaftlichkeit problemlos erfüllen lassen. Erreicht werde das durch die einzigartige Kombination eines Da/Di-Verhältnisses von 1,65 mit einem spezifischen Drehmoment von maximal 16 Nm. Damit sollen sich sowohl volumen- als auch durchsatzbegrenzte Rezepturen auf der gleichen Maschine wirtschaftlich compoundieren lassen.

Einzigartige Kniffe in der Extrudertechnik

Zu den besonderen Features der ZE Bluepower-Extruder gehören Ovalbuchsen, verbesserte Seitenfütter- und Entgasungseinheiten sowie ein optional erhältliches Energiemanagementtool. Einzigartig in der Branche seien wählbare Zylindersegmente in 4D- oder 6D-Länge, die zusammen mit dem umfangreichen Schneckenelemente-Bausatz die Gestaltung einer maßgeschneiderten Verarbeitungsmaschine für jede Anforderung erlaubten.

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