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Roboter

Mobiler Roboter navigiert sich smart durch die Fertigung

| Autor / Redakteur: Ulrike Kroehling / Victoria Sonnenberg

Bild 1: In regelmäßigen Abständen prüft der KMR iiwa sensitiv die einzelnen Regale ab und entnimmt die angelieferten, mit den Kleinteilen bestückten Boxen.
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Bild 1: In regelmäßigen Abständen prüft der KMR iiwa sensitiv die einzelnen Regale ab und entnimmt die angelieferten, mit den Kleinteilen bestückten Boxen. (Bild: Kuka)

Für eine nachhaltige Flexibilisierung der Produktion reicht die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) alleine nicht aus. Roboter müssen sich in naher Zukunft auf mobilen Plattformen selbstständig durch Werkshallen bewegen und Waren transportieren können.

Der Roboter auf mobilen Plattformen wird über kurz oder lang die logistischen Abläufe in der Produktion von morgen modernisieren. Davon profitiert nun auch die Kuka Roboter GmbH an ihrem Hauptsitz in Augsburg.

Die eigene Roboterproduktion wurde jetzt von einem Mehrliniensystem auf eine Linienfertigung nach modernsten Lean-Produktionsmethoden umgestaltet. Der mobile Roboter KMR iiwa (KMR steht dabei für „Kuka Mobile Robotik“, iiwa für „intelligent industrial work assistant“), eine autonom verfahrende Plattform in Verbindung mit dem Kuka Leichtbauroboter LBR iiwa, beliefert automatisch den Robotermontage-Arbeitsplatz in der KR-Quantec-Zentralhandmontage mit Produktionsmaterial.

In der Produktion die Weichen für morgen stellen

„Wir wollen unsere Fertigung für die Zukunft aufstellen und dabei die Effizienz deutlich steigern. Ziel ist eine Kapazität von mehr als 20.000 Robotern pro Jahr bei uns in Augsburg. Das können wir nur schaffen, wenn wir die Prozesse in der Robotermontage nach modernsten Lean-Methoden umgestalten“, erläutert Andreas Ostermann von Roth, Executive Vice President Operations bei Kuka Roboter, warum die rund 140 m lange Produktionslinie gebaut und dabei verstärkt auf Automatisierung gesetzt wurde. Die Anlieferung des Montagematerials „Just-in-Sequenz“ (JIS) war dabei ein wesentlicher Baustein. Kuka hat dafür ein ganzes Spektrum an Lösungen entwickelt – von manuell verfahrbaren Leichtbaurobotern bis hin zu völlig autonom agierenden Systemen. Gerade in der Logistik und speziell in der Lagerhaltung ergeben sich bereits heute neue Einsatzmöglichkeiten. So können sowohl Material als auch Roboter immer genau an dem Ort sein, wo sie am meisten gebraucht werden.

KMR iiwa liefert automatisch Schrauben, Muttern & Co.

Kuka setzt den KMR iiwa in der eigenen Produktion ein. In der Montage des Kuka KR Quantec ist eine Kanban-Lösung implementiert. Hierbei übernimmt der KMR iiwa die Verteilung von Schrauben, Dichtungsringen, Muttern und weiteren Kleinteilen. Würth liefert die bestellten Kanban-Boxen an das zentrale Lagerregal. In regelmäßigen Abständen prüft der KMR iiwa sensitiv die einzelnen Regale ab und entnimmt die angelieferten, mit den Kleinteilen bestückten Boxen. Der Leichtbauroboter hält die Box an einen auf der Plattform montierten QR-Code-Scanner, scannt ihn ab und erkennt so die individuelle Zielposition jeder Box. Anschließend transportiert die autonom fahrende Plattform die Behälter durch die Produktionshalle und liefert sie automatisch an den Arbeitsplatz. „Diese just-in-sequenz Belieferung gehört zu unserem neuen Logistik-Konzept in der Produktion unserer Roboter“, erklärt Sebastian Bodenmüller, Leiter der Robotermontage bei der Kuka Roboter GmbH.

Zwei wesentliche Punkte werden dabei berücksichtigt, damit ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit garantiert ist: Der KMR iiwa fährt keine unnötigen Wege und benötigt keine Pause.

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