Industrie-PC In Hutschienen-PC sorgen zwei Prozessorkerne für hohe Rechenleistung
Mit der Vorstellung des Hutschienen-PC Think-IO-Duo vereint Kontron die Leistungsfähigkeit der Dual-Core-Technik mit sehr kompakter Bauweise, und das ohne Lüfter. Drei LAN-Schnittstellen ermöglichen den flexiblen Anschluss von beispielsweise Kameras oder eines WLAN-Routers.
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Der modulare Hutschienen- PC von Kontron (Think-IO-Duo) ist mit einem Intel-Core-Duo-U2500-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2 × 1,2 GHz und einem Speicher mit 512 MByte oder 1 GByte RAM ausgestattet. Der Hutschienen-PC hat eine Tiefe von 70 mm und ein Stecklevel von 35 mm.
Der ausschließlich passiv gekühlte PC im robusten Aluminiumgehäuse bietet außer seiner hohen Rechenleistung und internem Flash (512 MByte/2 GByte) unter anderem einen bedarfsgerecht bestückbaren Compact-Flash-Sockel als Datenspeicher oder für Backup/Updates, einen 512 KByte großen, nicht flüchtigen Speicher sowie alle Standard PC-Schnittstellen (2 x USB 2.0, RS232, DVI-I). Die drei LAN-Schnittstellen ermöglichen den flexiblen Anschluss von beispielsweise Kameras oder eines WLAN-Routers.
Anwender können damit auch einen ethernetbasierten „Software“-Feldbus realisieren. Außerdem ist dann Fernzugriff/-kontrolle und -steuerung gewährleistet oder eine Anbindung in die Unternehmens-IT-Welt (betriebswirtschaftliche Systeme und Datenbanken) möglich. Auch redundante Ethernet-Gateways lassen sich damit verwirklichen. Die interruptfähigen Onboard-Eingänge können unter anderem zur schnellen Reaktion auf externe Ereignisse, wie den Ausfall der 24-V-Stromversorgung bei Verwendung einer externen USV oder beim Überschreiten eines Endbereichsschalters, genutzt werden. Watchdog und Echtzeituhr runden das System ab. Wie bei der Kontron-Think-IO-Familie üblich, können optional sämtliche Klemmen des Wago-I/O-Systems 750/753 direkt angeschlossen werden.
Linux-Betriebssystem bietet Echtzeitverhalten
Kontron bietet außer Windows XP Embedded auch ein Linux-OSADL-Softwarepaket für den Hutschienen-PC an. Das Linux-Paket bietet „von Haus aus“ Echtzeitverhalten, eine separate Echtzeiterweiterung wie RTAI ist deshalb nicht mehr notwendig. Die Dual-Core-Technik mit Linux oder Windows XPe macht SMP (symmetrisches Multi-Processing) möglich. Dadurch erhält der Anwender mehr Rechenleistung ohne eine wesentliche Erhöhung der Verlustleistung.
Die Dual-Core-Technik bietet beim Einsatz geeigneter Software auch die Möglichkeit des AMP (asymmetrisches Multi-Processing). Ebenfalls Bestandteil der Dual-Core-Technik ist die Intel-Virtualization- Technology (Intel VT), so Kontron. Damit sei die Hardwareverwaltung noch leichter handhabbar.
Der Unterschied zu bisherigen Techniken: Bei Intel VT kann der Anwender mit mehreren Betriebssystemen gleichzeitig auf einem System arbeiten.
Time-to-market wird signifikant reduziert
Mit dem neuen Hutschienen-PC will Kontron seinen OEM-Kunden die Möglichkeit bieten, ihr Time-to-market signifikant zu reduzieren, indem sie auf die integrierte Plattform aufbauen und sich somit auf ihre Kernkompetenz, wie Applikationssoftwareentwicklung und Systemintegration, konzentrieren können. Durch das – so der Hersteller – wartungsfreie, flexible und robuste Konzept wird außerdem eine Reduzierung der Total Cost of Ownership erreicht.
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