Energietechnik Brennstoffzellen-Hersteller Proton läutet nächste Stufe der Kommerzialisierung ein

Redakteur: Ulrike Gloger

Proton Motor, Experte für Industrial Fuel Cells, Brennstoffzellen- und Hybridsysteme, zeigt auf der Messe Brennstoffzellen- und Hybridsysteme der neuesten Generation. Als einer der ersten Brennstoffzellenhersteller in Europa bietet Proton Motor nach eigenen Angaben aus einer Hand komplette Systeme, die vor allem in Back-to-Base-Lösungen sowie stationären Anwendungen zum Einsatz kommen.

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Unterstützt durch den Börsengang der Muttergesellschaft Proton Power Systems an der Londoner Börse startet das Unternehmen derzeit, wie es heißt, in die nächste Stufe der Kommerzialisierung. Im Ausstellungsbereich der Energy zeigt Proton Motor zwei Basis-Brennstoffzellensysteme aus seiner Produktreihe PM Basic. Präsentiert wird zum einen ein Aggregat mit 50 kW Leistung, wie es unter anderem im Brennstoffzellen-Midibus in Barth (Mecklenburg-Vorpommern) zum Einsatz kommt.

Brennstoffzellensysteme in Gabelstaplern oder Fähren eingesetzt

Zudem können Interessenten am Stand ein 10-kW-Basis-Brennstoffzellensystem sehen, das beispielsweise in Gabelstaplern eingesetzt wird. Darüber hinaus stehen zahlreiche Anwendungen, wie der Einsatz des Brennstoffzellensystems in der Alster-Fähre in Hamburg, im Zentrum des Messeauftritts.

Proton Motor bietet komplette Brennstoffzellen- und Hybridsysteme aus einer Hand – eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg am Markt. Für Kunden liegt der Vorteil eines Hybridsystems gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellen in der geringen „total cost of ownership“, bedingt durch die höhere Effizienz.

Proton Motor konzentriert sich auf industrielle Anwendungen für Märkte, in denen die Brennstoffzellentechnologie bereits marktnah ist. Dazu gehören unter anderem Back-to-Base-Fahrzeuge wie Stadtbusse, Fähren, Stapler oder kommunale Versorgungsfahrzeuge. Ein weiterer Bereich ist die stationäre Stromversorgung durch Generatoren oder die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV).

Das Unternehmen aus Starnberg bei München bietet nach eigenen Angaben als eines der ersten Unternehmen in Deutschland Brennstoffzellen- und Hybridsysteme an, die bereits in unterschiedlichen Fahrzeugklassen betrieben werden.

Brennstoffzellen-Hersteller baut Fertigung aus

Derzeit verstärkt der Brennstoffzellen-Hersteller seine Aktivitäten in Richtung Kommerzialisierung, beispielsweise durch den Ausbau der Fertigung und den Umzug an einen größeren Standort. „Wir haben den Schritt vom Versuchslabor in die Praxis vollzogen. Mit unserer Technologie ist nun eine automatisierte und kostengünstige Fertigung möglich“, so Felix Heidelberg, CEO von Proton Motor. Den Zugang zu den dafür nötigen finanziellen Mitteln eröffnete sich das Unternehmen durch seinen Börsengang im Oktober 2006 an der Londoner Börse.

Die Brennstoffzellentechnologie ist vor allem im Fahrzeugbereich die größte Chance, in naher Zukunft von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Die Wirtschaft wird in den nächsten Jahren gezwungen sein, ihren CO2-Ausstoß drastisch zu senken. „Wir sind Vorreiter in diesem Bereich und bieten schon jetzt emissionsfreie Hybrid-Antriebssysteme, die besonders effizient und damit wirtschaftlich sind“, erläutert Felix Heidelberg.

Proton kann zwölf Jahre Erfahrung bei Brennstoffzellen vorweisen

Proton Motor ist Experte für Industrial Fuel Cells, Brennstoffzellen- und Hybridsysteme mit mehr als zwölf Jahren Erfahrung in diesem Sektor. Das Unternehmen bietet komplette Systeme aus einer Hand – von der Entwicklung und Herstellung bis zur Implementierung maßgeschneiderter Lösungen. Der Fokus des Brennstoffzellenexperten liegt auf Back-to-Base Anwendungen.

Das Produktportfolio besteht aus Basis-Brennstoffzellensystemen PM Basic, Standard-Komplettsystemen PM Package, zum Beispiel als Batterieersatz, sowie maßgeschneiderten Systemen PM Turnkey. Proton Motor ist 100%ige Tochter von Proton Power Systems plc. Das Unternehmen ist seit Oktober 2006 an der Londoner Börse notiert.

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