Elektromobilität Kleben bietet Vorteile bei der Herstellung von Statoren und Rotoren

Redakteur: Peter Königsreuther

Auf der Sonderschau Coiltechnica der Hannover-Messe 2012 stellt das Team von Kienle + Spiess sein neuartiges Glulock-Verfahren in den Mittelpunkt. Damit lassen sich die Elektroblechpakete von Rotoren und Statoren für Elektromotoren oder Generatoren jetzt mit der nötigen Präzision wesentlich einfacher und preiswerter herstellen, wie Silke Krauss, Marketing Group Managerin bei Kienle + Spiess, informiert.

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Glulock-Produkte sind in einem Folgeschnittwerkzeug erzeugte Blechstapel, deren Einzelbleche durch eine Klebeverbindung zwischen den einzelnen Stanzblechen fixiert werden. Die Schichtdicke beträgt nicht mehr als 0,005 mm – der Stapelfaktor wird praktisch nicht beeinflusst. Der Klebstoff wird punktuell und nicht vollflächig auf dem Blech an den zuvor definierten Punkten aufgetragen.

Dünnbleche in Paketen ohne Verbindungselemente

Das Verfahren wird bei qualitativ hochwertigen Dünnblechen von 0,1 mm Stärke angewendet und lässt es zu, dass etwa Verbindungselemente wie sie bei der herkömmlichen Herstellung solcher Pakete benötigt werden, entfallen können, so Krauss weiter. Dabei würden die positiven Eigenschaften der Dünnbleche erhalten bleiben und in einigen Aspekten noch verstärkt:

So ergibt sich laut Angaben des Herstellers durch den Einsatz von Glulockpaketen ein geringerer Eisenverlust und ein kleinerer Magnetisierungsbedarf, eine reduzierte Energieaufnahme für Energiesparmotoren, eine um etwa 7% höhere Leistungsabgabe gegenüber einem konventionell ausgerüsteten Gerät gleicher Baugröße, kleinere Rastmomente, eine um bis zu 50% engere Pakettoleranz, ein leiserer und vibrationsreduzierter Motor-/Generatorlauf eine höhere Gestaltungsfreiheit bei komplexen Paketgeometrien.

Maßgeschneiderte Komponenten verbessern Performance

Diese Vorteile fallen je nach Anwendungsspektrum unterschiedlich stark aus und werden von Kienle + Spiess bei der Angebotserstellung technisch ausgearbeitet, wie betont wird. So ließen sich maßgeschneiderte Komponenten anbieten, die die Performance von Motoren oder Generatoren deutlich verbesserten.

Das auf der Coiltechnica vorgestellte Verfahren soll vor allem die Fahrzeugindustrie ansprechen wenn es um Antworten zu Fragen der Energieeffizienz, Elektromobilität und moderne Infrastrukturausrüstungen geht, sagt Silke Krauss, denn nach Ansicht von Kienle + Spiess sei der Elektromotor als Hauptantrieb in vielen Fahrzeugtypen nur noch eine Frage der Zeit.

Kienle + Spiess auf der Hannover-Messe 2012: Halle 25, Stand F29,

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