Augsburg Innovationspark In Süddeutschland entsteht ein wichtiges Zentrum für Ressourceneffizienz

Redakteur: Kirsten Nähle

Der Wirtschaftsraum Augsburg stärkt sein Know-how im Bereich Zukunftstechnologien mit dem Bau eines 70 ha großen Innovationsparks für anwenderorientierte Forschung und Entwicklung. Vertreter aus Region, Forschung und Wirtschaft vor etwa 200 Interessenten die technischen Potenziale und wirtschaftlichen Perspektiven des Projekts vorgestellt, das mit einer Investitionssumme von 500 Mio. Euro einmalig für Europa ist und bis 2022 abgeschlossen sein soll.

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„Wir wollen die richtigen Unternehmen in den Park holen, um Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu schaffen – von der Grundlagenforschung bis zum fertigen Produkt in Kleinserie", so Prof. Dr.-Ing. Manfred Hirt, Kompetenzrat, Augsburg Innovationspark. (Bild: Haubert)
„Wir wollen die richtigen Unternehmen in den Park holen, um Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu schaffen – von der Grundlagenforschung bis zum fertigen Produkt in Kleinserie", so Prof. Dr.-Ing. Manfred Hirt, Kompetenzrat, Augsburg Innovationspark. (Bild: Haubert)

Der Innovationspark wird unmittelbar an das Areal der Universität Augsburg grenzen und in der Nähe namhafter Forschungseinrichtungen sowie weltweit führender Unternehmen der Mechatronik und der Faserverbundtechnologie liegen. Somit bündeln die Stadt Augsburg sowie IHK und HWK Schwaben, die das Projekt mit Förderung des Freistaats Bayern leiten, die bereits in der Wirtschaftsregion vorhandenen Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts an einem Standort.

Innovationspark soll Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg schaffen

Entsprechend dieser Kompetenzen soll die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft die Bereiche „Ressourceneffizienz“, „Mechatronik“, „Faserverbundwerkstoffe“, „IT und Umwelt“ vorantreiben. „Wir wollen die richtigen Unternehmen in den Park holen, um Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu schaffen – von der Grundlagenforschung bis zum fertigen Produkt in Kleinserie“, erläuterte Prof. Dr. Manfred Hirt, Kompetenzrat für den Augsburg Innovationspark, die Projektstrategie. Das Synergiepotenzial sowie die Campus-ähnliche Struktur, die laut Hirt Arbeiten, Wohnen, sozialen Austausch, Bildung und Forschung miteinander verknüpfen wird, soll vor allem kleinere und mittlere Unternehmen in den Park ziehen sowie Neugründungen fördern. Die Projektträger rechnen mit bis zu 5000 neuen Arbeitsplätzen für die Region.

Globale Herausforderungen sollen angegangen werden

Mit dieser Ausrichtung wird die Bedeutung des Innovationsparks über die Region hinausreichen. Schließlich sollen damit globale Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, demografischer Wandel, Klimaschutz und Urbanisierung angegangen werden. Gerade Carbonfaser-Verbundwerkstoffe eignen sich aufgrund des niedrigen spezifischen Gewichts und der hohen Festigkeit für Branchen, in denen Ressourcenschonung und Energieeffizienz eine bedeutende Rolle spielen.

Dr. Reinhard Janta, Leiter des Standorts Meitingen der SGL Carbon GmbH, ging in seinem Vortrag auf die Anwendungen dieses Zukunftswerkstoffes in den Bereichen Automobil, Luftfahrt und Windkraft ein: „Der süddeutsche Raum befindet sich bereits heute, aufgrund der hohen Dichte von Kompetenzen in der Verarbeitung von Carbonfasern sowie der darauf basierenden Verbundwerkstoffe, in einer ausgezeichneten Ausgangssituation. Es gilt das Know-how in diesem Bereich zu bündeln und diese Region zu einem der weltweit führenden Kompetenzzentren für neue Werkstoffe, insbesondere Verbundwerkstoffe, zu entwickeln“

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