Konstruktionselemente Direkter Durchfluss

Redakteur: Güney Dr.S.

Lagerlose Drehdurchführungen bringen Medien in Maschinen und Anlagen an die richtige Stelle.

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Werkzeugmaschinen verwenden heute während des Spanvorganges je nach Material und Fertigungsaufgabe Kühlschmierstoffe (KSS), Minimalmengenschmierung (MMS) oder Druckluft, die zum Ausblasen der Späne bei Trockenbearbeitung dient.Im Vergleich zu früher, als ein Werkstück schlicht mit KSS überflutet wurde, wird mehr und mehr das Medium durch die Spindel und das Werkzeug hindurch sehr gezielt an den Einsatzort,genauer an die Werkzeugspitze, gebracht. Diese Vorgehensweise bedingt, dass sich am Spindelende eine Drehdurchführung befindet, deren Aufgabe es ist, das Medium aus den fest- stehenden Versorgungsleitungen in die schnell rotierende Spindel zu übertragen.Diese Drehdurchführungen gibt es als autarke Einheiten. Man spricht dann von lagerlosen Drehdurchführungen, im Fachjargon auch kurz Dichtsätze genannt. In der aktuellen Entwicklung der lagerlosen Drehdurchführungen lassen sich zwei Tendenzen feststellen:Dies ist zum einen die Miniaturisierung. Ständig steigende Drehzahlen waren ursprünglich der Auslöser, lagerlose Drehdurchführungen zu entwickeln, wodurch bereits Massen eingespart werden konnten.Miniaturisierung reduziert die Masse an der MaschineModerne Bearbeitungszentren müssen aber noch kürzere Wechselzeiten und die Bewegung einer oder mehrerer Achsen im Raum bei unverringerter Präzision aufweisen. Insofern steht der Maschinenbauer im Kampf um jedes halbe Gramm Gewicht. Denn spart man Masse im Spindelbereich, können Antriebe kompakter sein, Massenbeharrungseffekte reduzieren und Energie sparen. Diesen Ansatz unterstützt der Hersteller aktiv mit der Miniaturisierung der Drehdurchführungen, also konsequente Verkleinerung der Bauteile. Das ist selbstverständlich nicht einfach eine Größenreduktion, denn schließlich erwartet der Anwender die gewohnte Präzision und Leistung, sondern eine Erforschung der Grenzen des Machbaren.Sonderformen werden passgenau geliefertZum anderen ist es die Individualisierung. Denn unter der Verkleidung eines Bearbeitungszentrums befindet sich eine von Hersteller zu Hersteller verschiedene Geometrie der Antriebseinheiten. Dazu kommen noch geringe Platzverhältnisse, wenn nicht gar Platznot. Um den Aufbau eines hochperformanten Systems trotzdem zu ermöglichen, arbeitet der Hersteller Deublin deshalb ebenfalls beständig an individuellen Gehäusen für die Drehdurchführungen. Diese spezifischen Sonderformen folgen der Geometrie und dienen dem optimierten Einbau der Komponente in die Maschine. Die Abstimmung hat nicht nur Vorteile für den Maschinenbauer, sondern ebenso für den Anwender, da sie sich auch bei der Wartung positiv bemerkbar macht, schließlich zählt hier die Zeit für Ausbau-, Wartung und Einbau. Eine angepasste Bauform reduziert effektiv den Zeitbedarf für diese Arbeitsschritte.So sind die beiden Aspekte Miniaturisierung und Individualisierung die zentralen Gründe, warum der Hersteller hinsichtlich lagerloser Drehdurchführungen von einer kompletten Familie spricht, letzten Endes aber auch jeder Maschinenhersteller seine spezifische Drehdurchführung erhält.

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Link: Deublin GmbH