Hybridteilfertigung Organobleche verlassen das Hochpreissegment
Verfahren der Kunststoffverarbeitung erschließen Organoblechen Anwendungen im Automobilbau. Der Schlüssel liegt in der Verfahrenskombination. Die faserverstärkten thermoplastischen Halbzeuge werden auf einer Spritzgießmaschine umgeformt und mit dem gleichen Thermoplast hinterspritzt.
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Leichter, schneller, höher, weiter – nicht erst seit dem Aufkommen der Elektromobilität werden die Rufe nach Bauteilen mit niedrigem Gewicht, die sich noch dazu ökonomisch herstellen lassen, lauter. Leichtbau und Spritzgießen sind längst Schlüsselbegriffe zur Bewältigung der steigenden Anforderungen in den Anwendungsbereichen Verkehr und Mobilität.
Werkstoff Konstruktion und Verarbeitung müssen zusammenpassen
Kunststoffe sind aufgrund ihrer herausragenden spezifischen Eigenschaften als Leichtbauwerkstoff nicht mehr wegzudenken, und das Spritzgießen ermöglicht eine hohe Gestaltungsfreiheit sowie eine reproduzierbare, funktionsintegrative sowie kosten- und ressourcenschonende Herstellung.
Viele Anforderungen des Leichtbaus werden heute bereits von Spritzgießteilen erfüllt. Jedoch gibt es weitere Anforderungen, die Konstrukteure, Werkstoff- und Maschinenhersteller immer wieder aufs Neue herausfordern, innovative Wege zu gehen und Grenzen zu verschieben.
Druckverlust durch Wegverkürzung kompensieren
Leichtbau ist nicht nur eine Frage des Werkstoffs. Vielmehr kommt es auf das Zusammenspiel zwischen Werkstoff, Konstruktion und Verarbeitungsprozess an. Je dünner die Wanddicke, desto leichter das Bauteil.
Der Verarbeitungsprozess muss sich dieser Anforderung anpassen. Das ist ein Grund dafür, dass heute Spritzgießwerkzeuge für Leichtbauteile mit vielen Anspritzpunkten ausgestattet werden. Der erhöhte Druckverlust auf engen Fließwegen kann durch Wegverkürzung kompensiert werden.
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