Thyssen-Krupp Nirosta Duplex-Stahl zur Erdölförderung auf hoher See

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Krefeld (jk) – Thyssen-Krupp Nirosta stellt aus Duplex-Stahl Rohre für den Öltransport in der Offshore-Industrie her. Im Meer erschließen die Ölkonzerne Quellen in immer größeren Tiefen. Hierfür bietet sich Duplex-Stahl Nirosta 4462 mit Edelstahleigenschaften an, heißt es. Dieser könne unter extremen Bedingungen eingesetzt werden und eigne sich besonders für die Exploration auf hoher See.

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Die Förderung auf Erdöl- und Erdgasfeldern erfolgt über Leitungen, die auf dem Meeresgrund verlaufen und mit Plattformen und Tankschiffen verbunden sind. Mittlerweile wird versucht, in Meerestiefen bis zu 3000 m nach Öl bohren. Wellen und Strömungen, Salzwasser sowie der Außendruck belasten den Rohrwerkstoff. Von innen können die Verbindungen durch das Öl oder Erdgas angegriffen werden.

Duplex-Stahl fester als andere nicht rostende Stähle

Diese Anforderungen lässt sich laut Thyssen-Krupp Nirosta nur mit Duplex-Stahl erfüllen. Diese Werkstoffe seien deutlich fester als andere nicht rostende Stähle. Aufgrund des Aufbaus bieten sie die nötige Härte.

Trotz Kontakt mit Salzwasser und Öl wird Korrosion vermieden. Zuletzt hatte Thyssen-Krupp Nirosta für zahlreiche Ölbohr-Projekte weltweit das Vormaterial bereitgestellt.

„Aufgrund des hohen Energiebedarfs gehen wir bei Duplex-Stählen von einer weiter wachsenden Nachfrage aus“, so Dr. Georg Uhlig, Produktmanager bei Thyssen-Krupp Nirosta.

Auch bei Chemikalientankern wird Duplex-Stahl in großem Umfang eingesetzt. Er kommt sowohl für den Bau der Tankbehälter als auch für die umfangreichen Rohrleitungssysteme auf den Tankschiffen zur Anwendung und widersteht der Beanspruchung durch Meerwasser und Chemikalien. Aufgrund der Festigkeit bietet Duplex-Stahl Möglichkeiten zur Reduzierung der Wandstärke.

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