Spanende Fertigung Bis aufs µm genau

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Weiterentwickelte Drahterodiermaschinen schneiden schnell, fein und mit hoher Präzision. Mit Sicherheit mehr Präzision“ - das verspricht die Agie AG ihren Kunden aufgrund...

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Mit Sicherheit mehr Präzision“ – das verspricht die Agie AG ihren Kunden aufgrund einer Neuentwicklung, die der Schweizer Hersteller von Funkenerosionsmaschinen zu Beginn des Jahres 2006 im Werk in Losone präsentierte: Die seit vier Jahren erfolgreiche „Vertex-Technik“ wurde in Maschinen der Agiecut-Baureihe integriert. Als Auswirkung dieser „Transplantation“ nennt das Unternehmen optimale Bearbeitungstechnologien, hohe Abtragsleistungen, verbesserte Bedienerfreundlichkeit sowie höhere Genauigkeit am Werkstück. Den Erodiermaschinen Classic und Progress wird deshalb ein V angehängt, wobei das „V“ eben für die Vertex-Technik steht. Die schon bekannte Agiecut Vertex wird in den Ausführungen Vertex für kleinste Drahtdurchmesser von 0,1 mm und Vertex F für kleinste Drahtdurchmesser von 0,02 mm gebaut. Dazu kommen mit größeren Verfahrwegen die Vertex 2 und Vertex 3, die mit kleinsten Drahtdurchmessern von 0,07 mm arbeiten. Zusätzlich gibt es die Vertex 2F und Vertex 3F, die mit Drähten von 0,03 mm schneiden. Es schließen sich die Schneiderodiermaschinen Classic V 2 und V 3 sowie die Progress V 2, V 3 und V 4 an. Alle Maschinen wurden mit zahlreichen zeitsparenden Funktionen standardmäßig ausgerüstet, betont Agie. Triebfeder für Spitzenleistungen beim Erodieren ist der Generator, dessen Leistungsfähigkeit in den zurückliegenden Jahren permanent gesteigert wurde, wie Agie betont. Die Erosionsleistung hat sich erhöht, weil beispielsweise der Formfaktor der Impulse optimiert und die Dauer der Impulse verkürzt werden konnten. Zudem kann der Erosionsprozess inzwischen effizienter gesteuert werden, denn die Prozesssteuerung wird durch eine leistungsfähigere Elektronik unterstützt. Weil der Wirkungsgrad von Generatoren immer wieder verbessert wurde, ging der Energieverbrauch deutlich zurück. Außerdem gibt es einen neuen Modus für die Technologieerzeugung. Bisher wurde auf einer Datenbank unter mehreren tausend Möglichkeiten die beste ausgesucht, was meist ein Kompromiss innerhalb einer Abstufung war. Nun stellt sich die Technologie entsprechend der Arbeitsaufgabe stufenlos optimal ein. Mit den fünf Parametern Schneidhöhe, Material, Drahttyp, Konturgenauigkeit und Rauheit generiert der digitalisierte Generator die Technologie für jede Bearbeitung in höchster Auflösung individuell. Das Modul „Tec-Cut“, eine Brücke zwischen Generator und Steuerung, schlägt die bestmögliche Technologie vor und macht weitere Vorschläge in Bezug auf Rauheit und Wirtschaftlichkeit. Dazu gehört eine Steuerung, die Einflüsse in Echtzeit analysiert und korrigierend regelt. Im Zusammenspiel von Generator und Steuerung wirken standardmäßig zwei wichtige präzisionsgebende Funktionen, die die Zylindrizität des Schnittes durch unterschiedliche Korrekturwerte an der oberen und unteren Drahtführung optimieren und eine Drahtdurchbiegung vermeiden. So entstehen den Angaben nach Werkstücke mit hervorragender Linearität bei jeder Höhe sowie äußerst genau abgebildeten Innenradien und komplexen Übergängen.Die für das Schneid- und Senkerodieren von Agie entwickelte Steuerung Agievision mutiert aufgrund der Weiterentwicklung zur Agievision 5, die - basierend auf dem Betriebssystem Windows XP - dem Werker trotz komplexer Technik einen einfachen Dialog mit der Maschine bietet. Grafik und Texte geben einen guten Überblick mit Direktzugang zu den Aufgaben. Einfach, sicher, intuitiv und zeitsparend sind die Schritte bis hin zur Arbeitsplanung. Als weitere Neuheiten nennt Agie die 3D-Grafik-Simulation des Bearbeitungsfortschritts, Einsicht in das Bedienerhandbuch auf der Bedienoberfläche und USB-Anschluss für Datenübertragungen. Bewährte Software-Module der Agievision bleiben erhalten.Mechanisch waren den Angaben zufolge an den Erodiermaschinen nur wenige Änderungen vorzunehmen, die den Wärmehaushalt und die Messgenauigkeit der Maschinen betreffen. Ein Beispiel für die Genauigkeit der Verfahrwege: Bei den Maschinen Vertex 2 und 3 sind die Positionsabweichung, die mittlere Positionsstreubreite und die Umkehrspanne jeweils deutlich kleiner als 1 µm.

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