Mikromat Werkstücke mit Fräs- und Bohrmaschine von fünf Seiten hochpräzise bearbeiten
Zur Komplettfertigung großer Werkstücke an fünf Seiten entwickelte die Dresdner Mikromat GmbH die Fräs- und Bohrmaschine 20V. Für hohe Fertigungsgenauigkeit sorgen hochpräzise Linearführungen, hochdynamische Antriebe und eine Präzisionsarbeitsspindel. Austauschbare Winkelfräsköpfe ermöglichen die Komplettbearbeitung komplexer Werkstücke.
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„Wir wollen nicht nur Maschinen verkaufen, sondern Fertigungstechnologie“, formuliert Dipl.-Ing. Thomas Warnatsch, geschäftsführender Gesellschafter der Dresdner Mikromat GmbH, den Anspruch seines Unternehmens und fügt hinzu: „Unsere Kernkompetenz besteht außer den Baureihen G, H und S in der Entwicklung von vertikalen Fräs- und Bohrmaschinen für die hochpräzise 5-Seiten-Bearbeitung.“
Jüngstes Mitglied im Produktportfolio ist die vertikale Präzisions-Fräs- und -Bohrmaschine 20V zur Hochgeschwindigkeitsbearbeitung mit Verfahrwegen in X, Y und Z von 5700, 3400 und 1250 mm und einer Aufspannfläche von 2400 mm × 5000 mm. „Diese Maschine mit höchster Langzeitgenauigkeit im gesamten Arbeitsbereich ist prädestiniert für die hochgenaue 5-Seiten-Bearbeitung von großen Werkstü-cken in einer Aufspannung“, bringt Warnatsch die Vorzüge der neuen Fräs- und Bohrmaschine auf den Punkt.
Große Turbinengehäuse mit Mikromat-Fräs- und Bohrmaschine präzise fertigen
Als Beispiele nennt er die Bearbeitung von Getriebegehäusen für Windkraftanlagen sowie die Präzisionsfertigung von großen Turbinengehäusen mit einer Endkonturgenauigkeit <10 µm. Für die hohe Fertigungsgenauigkeit sorgen hochdynamische AC-Antriebe ebenso wie FEM-optimierte Gusskomponenten und geschabte Führungen, die eine Ungenauigkeit am Maschinentisch von weniger als 4 µm auf einer Länge von 5700 mm bewirken.
Automatisch auswechselbare Fräsköpfe, die an der Spindel angedockt werden, und Spindelverlängerungen gewährleisten hohe Bearbeitungsflexibilität. „Um sicherzustellen, dass nach dem Einwechseln eines Fräskopfes die hohe Wiederholgenauigkeit erhalten bleibt, bieten wir ein spezielles Programm zur Ausrichtung von Werkstückoberfläche zu Vertikalachse an“, erläutert Mikromat-Chefkonstrukteur Uwe Hähling.
Die Fluchtgenauigkeit beim Umschlagen ist – bezogen auf eine Länge von 1250 mm – kleiner als 5 µm. In die Steuerung integriert hat Mikromat auch eigenentwickelte Messzyklen, die den Maschinenbediener unterstützen. Für minimierte Rüst- und Nebenzeiten sorgen ein automatischer Werkzeugwechsler sowie ein Palettenwechselsystem. Die Prozesskontrolle per Messtaster sichert die Fertigungsqualität der Werkstücke.
Derzeit sind drei 20V-Fräs- und Bohrmaschinen in der Endmontage
Derzeit sind drei 20V in der Endmontage, eine für Mikromat selbst, die auch für die Lohnfertigung genutzt werden soll, die zweite Maschine wird an einen Kunden in China geliefert und die dritte wird Ende Oktober 2007 bei der HSC Hochgeschwindigkeitsfräsen GmbH in Dresden in Betrieb genommen.
„Unsere guten Erfahrungen mit der Mikromat 8V in unserer Fertigung haben die Kaufentscheidung beeinflusst“, erklärt HSC-Geschäftsführerin Ingrid Ortlepp. Zuverlässig und genau wie am Anfang sei die bereits über zehn Jahre alte Maschine. Das Unternehmen offeriert Dienstleistungen rund um die Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen, Formen und Modellen und arbeitet partnerschaftlich mit Mikromat zusammen. „Mit der 20V steigen wir in die 5-Achs-Simultanbearbeitung ein und sind in der Lage, größere Werkzeuge und Formen als bisher herzustellen.“
Mit Koordinatenschleifmaschinen gut am Markt positioniert
Derzeit in der Planung für einen Kunden hat Mikromat eine Fräs- und Bohrmaschine mit einem Doppeltisch und einem X-Verfahrweg von 13 000 mm. Keine Frage, die Geschäfte des Dresdner Werkzeugmaschinenherstellers laufen gut. „Was mich besonders freut, ist, dass auch unsere Koordinatenschleifmaschinen am Markt gefragt sind“, betont Warnatsch.
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