Dörries Scharmann 30 Jahre altes Großbohrwerk erstrahlt in neuem Glanz

Autor / Redakteur: Nikolaus Fecht / Jürgen Schreier

Bohrende Probleme gelöst haben im wahrsten Sinne des Wortes Schuler und Dörries Scharmann. Das Unternehmen der Schweizer Starrag Group hat gemeinsam mit der mechanischen Instandhaltung des Schuler-Werks in Weingarten ein fast 30 Jahre altes Großbohrwerk Wotan Rapid 6 einem Retrofit unterzogen.

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Die auf dem Großbohrwerk Wotan Rapid 6 gefertigten Bauteile müssen sehr genau bearbeitet werden.
Die auf dem Großbohrwerk Wotan Rapid 6 gefertigten Bauteile müssen sehr genau bearbeitet werden.
(Bild: Dörries Scharmann/Baumgarten)

Die intensiven Diskussionen auch mit den Ingenieuren bei Dörries Scharmann haben sich gelohnt, denn wir erhielten durch die umfangreichen Tuning-Maßnahmen einen deutlichen Mehrwert“, freut sich Dipl.-Ing. (FH) Alexander Horn, Leiter für Instandhaltung, Fabrikplanung und Liegenschaften im Werk Weingarten der Schuler Pressen GmbH. Die Mechanik ist wieder wie neu, obwohl die alten, aber erneuerten Komponenten weiterhin zum Einsatz kommen. Obendrauf kamen dann die neue und hochwertige Elektronik und Intelligenz.

Strategischer Handlungsbedarf wegen sinkender Qualität

Die Dörries Scharmann Technologie GmbH (DST) aus Mönchengladbach pflegt schon lange gute Geschäftsbeziehungen zu vielen Firmen der Schuler-Gruppe. Holmer Thomas vom DST-Project-Engineering: „Wir übernahmen das Retrofitting, weil wir als Maschinenhersteller die Unterlagen der Maschine besitzen und über sehr viel Know-how auf diesem Gebiet verfügen.“

Bei der Großbohrmaschine Wotan Rapid 6 (Baujahr 1987), der größten Maschine im Werk Weingarten, bestand wegen der sinkenden Qualität strategischer Handlungsbedarf. „Nur dank der Findigkeit der Mitarbeiter konnten wir die Teile weiter in der benötigten Qualität erzeugen“, erinnert sich Horn. „Dann erhielten wir aber auch grünes Licht für das Retrofitting.“

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Die Anforderungen des Lastenheftes fielen hoch aus, weil die darauf gefertigten Bauteile sehr genau bearbeitet werden müssen. Die maximale Abweichung über die gesamte Länge von 10 m (in der X-Achse) beträgt nun nach dem Retrofit 60 µm. Schuler und DST haben die Wotan an vielen neuralgischen Punkten aus Betreibersicht modifiziert.

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