3D-Druck mit Roboter
Ein Haus aus dem 3D-Drucker

Von Sascha Smaglinski, Vertriebsingenieur, ABB Robotics 5 min Lesedauer

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Additive Fertigungsverfahren mithilfe von 3D-Druckern kommen bislang vor allem in der industriellen Produktion zur Anwendung. Dass die Technologie auch im Baugewerbe großen Nutzen entfalten kann, beweist ein wegweisendes Projekt des 3D-Druck-Pioniers Georgios Staikos: Erstmals wurde mit der Zentrale des Deutschen Roten Kreuzes des Kreisverbands Warendorf Beckum e.V. in Nordrhein-Westfalen ein Nichtwohngebäude zu Teilen im 3D-Druck-Verfahren errichtet.

Insgesamt wurden 150 Quadratmeter an Innenwänden und 130 Quadratmeter an Außenfassaden per 3D-Druck erstellt. Dank des robotergestützten 3D-Druckverfahrens ließ sich die Bauzeit um den Faktor vier verkürzen. (Bild:  Guido Leifhelm)
Insgesamt wurden 150 Quadratmeter an Innenwänden und 130 Quadratmeter an Außenfassaden per 3D-Druck erstellt. Dank des robotergestützten 3D-Druckverfahrens ließ sich die Bauzeit um den Faktor vier verkürzen.
(Bild: Guido Leifhelm)

Zum Einsatz kommt ein ABB-Sechsachsroboter vom Typ IRB 6700, der das Baumaterial in hohem Tempo präzise an den erforderlichen Stellen aufträgt. Die Auftraggeber profitieren dadurch nicht nur von einer sehr schnellen und effizienten, sondern auch von einer besonders nachhaltigen Bauweise.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) nimmt bundesweit zahlreiche wichtige Aufgaben wahr, die von hoher gesellschaftlicher und sozialer Relevanz sind: Dazu zählt beispielsweise die Durchführung von Blutspendeaktionen sowie von Maßnahmen der Ersten Hilfe und des Katastrophenschutzes. Darüber hinaus fungiert das DRK häufig auch als Träger von Kindertagesstätten und offenen Ganztagsschulen. So auch der DRK-Kreisverband Warendorf Beckum e.V. in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund des hohen gesellschaftlichen Engagements verbunden mit einem zunehmenden Aufgabenspektrum verzeichnete der Verband in den vergangenen Jahren ein erhebliches Wachstum. Dies führte zu einem höheren Personalbedarf, sodass das bisherige Bürogebäude am Rathaus in Neubeckum an seine Kapazitätsgrenzen stieß.