Moulding Expo 2017

3D-Druck würzt Stuttgarter Messegeschehen

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Zerspaner können auch additiv kreativ sein

Auch die Berthold Hermle AG ist zum zweiten Mal auf der Moulding Expo dabei. „Für uns ist diese Messe mit ihrem hohen Fachbesucheranteil im Messekalender gesetzt“, sagt Udo Hipp, Hermles Marketingleiter. „Nach der Premiere 2015 hatten wir uns sofort wieder angemeldet. Die MEX ist zu einer echten Fachmesse für den Werkzeug-, Modell- und Formenbau und deren Umfeld geworden“, ergänzt Hipp. Und auch die Generativen Verfahren fänden immer mehr Anklang.

Einen guten Namen habe sich Hermle durch hochwertige und differenzierte Bearbeitungszentren gemacht, die auch im Mittelpunkt des diesjährigen Messeauftritts stehen werden. Parallel dazu hat das Unternehmen ein Metallpulver-Auftragsverfahren zur Industriereife entwickelt, wie es weiter heißt. „Es handelt sich um eine vielseitige Technik zur generativen Herstellung großvolumiger Bauteile aus Metall“, erklärt Hipp, der beim Thema generative Fertigung präzisiert, dass es um das geht, was Hermle mit seinen Maschinen in Auftrag fertigen kann. Als Messeneuheit präsentiere Hermle Kupfer-Stahl-Kombinationen additiv gefertigter Bauteile. „Außerdem demonstrieren wir, wie man in Bauteile Heizelemente oder andere Halbzeuge integrieren kann. Und zwar, indem man sie einfach per Auftragsverfahren mit Metallpartikeln überspritzt“, sagt Hipp.

Berührungsängste durch Überzeugungsarbeit abbauen

Die VMR GmbH & Co. KG wird ebenfalls zum zweiten Mal auf der Moulding Expo dabei sein: „Die Kontakte waren 2015 sehr gut, weil das Messekonzept klar auf den Werkzeug-, Modell- und Formenbau und deren Peripheriebranchen zielt und fokussiert an die relevanten Themen herangeht“, lobt VMR-Geschäftsführer Thomas Viebrans. Mit ihrer Nähe zum Werkzeugbau und dessen High-End-Anwendungen sei die Moulding Expo für VMR die Präsentationsplattform schlechthin, um die eigenen Stärken zu zeigen. „Die MEX-Premiere hatte uns damals einige neue Kunden und Aufträge gebracht“, erinnert sich Viebrans. Es sei VMR außerdem ein großes Anliegen, den Besuchern der Messe Berührungsängste mit dem Thema additive Fertigungsprozesse zu nehmen, die nach Ansicht von VMR teilweise noch stark vorhanden seien. Dafür, so Viebrans, reicht eine Maschine allein nicht aus. Das Davor und Danach müsse ebenso effizient bedient werden, um den Werkzeugmacher vom Mehrwert zu überzeugen. Bestes Beispiel geben dazu die Themen Leichtbau und Bionik in Verbindung mit dem Laserschmelzen für den Werkzeugbau. „Wenn man das als Werkzeugmacher leisten kann, steht etwa einer Teilefertigung für den Maschinenbausektor nichts mehr im Wege“, so Viebrans.

Thematisch dicht gestrickter Rundumschlag

Im Fokus der Moulding Expo stehen der Werkzeug-, Modell- und Formenbau mit Spritzguss-, Druckguss-, Gießerei-, Stanz- und Umformwerkzeugen sowie verschiedene Verfahren des Modell- und Prototypenbaus. Passende Komponenten und Zubehör, Werkzeugmaschinen, Bearbeitungswerkzeuge, Messtechnik und Sondermaschinen, Software, Anlagen und Dienstleistungen sollen das Ausstellungsspektrum abrunden. Fachforen und Sonderausstellungen ergänzen das Angebot, heißt es.

Zur Premiere 2015 waren 620 Aussteller und rund 14.000 Fachbesucher nach Stuttgart gekommen. Die Messe Stuttgart ist Veranstalter der Moulding Expo, und wird unterstützt vom Bundesverband Modell- und Formenbau (MF), dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) sowie dem Weltverband der Werkzeug- und Formenbauer ISTMA. MM

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