Die Inflation stellt viele Marketer vor Herausforderungen. Wie gestalte ich meine Marketingaktivitäten effizienter? Wo lässt sich Geld einsparen, ohne einen Sichtbarkeitsverlust zu riskieren? So können Sie Ihr Marketing-Budget besser einsetzen.
So können Sie Ihr Marketing-Budget in der Inflation optimieren.
Es ist offiziell: Das Ifo-Institut rechnet 2023 mit einer Rekord-Inflation und Rezession. In diesem Beitrag geht es deshalb um Tipps und Optionen, um Marketing-Budget einzusparen beziehungsweise effizienter zu nutzen.
Wo lässt sich Marketing-Budget einsparen?
Unter dem Druck der Effizienz wird der Ruf nach Einsparpotenzialen für Anzeigen bei Google, Social Media und Co. lauter. Ist es besser, alle Werbekampagnen prozentual im Budget zu kürzen oder einige Fokus-Kampagnen auszuwählen und das Gesamtbudget dort zu bündeln? Welchen Effekt kann die Optimierung von Visuals haben und wie lassen sich Streuverluste eindämmen?
Abhängig von den jeweiligen Marketing-Zielen gibt es unterschiedliche Einsparungspotenziale im Online-Marketing:
Monitoring ist eine der wichtigsten Aufgaben im Online-Marketing und zeigt viele Potenziale für die Marketing-Budgetplanung. In der Regel lässt sich aus den Zahlen ablesen, welche Kommunikationskanäle den besten ROI abwerfen. Marketing-Budgets können also ohne großen Sichtbarkeitsverlust geschont werden, wenn zumindest kurzzeitig die Ausspielung von Ads auf weniger relevanten Plattformen pausiert wird. Aber: Potenziell verlieren Unternehmen dadurch die Chance, neue Kunden zu erreichen, die sich abseits der üblichen Kanäle bewegen. Eine langfristige Lösung bietet diese Option daher nicht.
Einsparpotenzial 2: Target-Strategien entwickeln
Ein schneller Tipp ist die Anpassung der prozentualen Verteilung zwischen Reichweiten- und Conversion-Kampagnen. Selbstredend haben Reichweiten-Kampagnen einen höheren Streuverlust, ohne zwangsläufig auf Umsatz oder Ähnliches abzuzielen.
In der Target-Strategie sollte darüber hinaus ein Ziel-CPA (Lead-Case) oder ein Ziel-ROAS (E-Commerce-Case) angegeben werden. So wird das hinterlegte Marketing-Budget nur genutzt, wenn der Algorithmus zu diesem Ziel-CPA Conversions erzielen kann. Zwar schränkt das die Reichweite ein, liefert aber qualitativ bessere Ergebnisse.
Gezieltes Retargeting und Reaktivierungskampagnen sind ebenfalls ein wahrer Money-Saver und sollten in der Marketing-Budgetplanung unbedingt beachtet werden.
Wichtig bei jeder Art von Kampagnenschaltung ist, dass Marketer die Frequenz im Auge behalten, um eine zu häufige Ausspielung zu vermeiden. Dies lässt sich auf Kampagnenebene unter Frequency Capping einstellen. Wer etwas Marketing-Budget sparen möchte, sollte nach mehrmaligen Kontaktversuchen via Ad besser neue Wege probieren oder seine Zielgruppe überdenken.
Bei der Marketing-Budgetplanung sollte beachtet werden: Auch Kleinvieh macht Mist. Daher dürfen kleinere Optimierungspunkte nicht ungenutzt bleiben. Ein genauer Blick auf die Werbezeiten, Zielgruppen und demografischen Merkmale lohnt sich daher meistens, um teure Streuverluste einzudämmen und das Marketing-Budget bei der passenden Zielgruppe effizienter einzusetzen. Hier ist dann der Blick auf die CPM (Cost-per-Mille) beziehungsweise Klickpreise interessant. Denn häufig werden bei kleinen Zielgruppen höhere CPM veranschlagt, sodass die Schmälerung der Zielgruppe im ersten Moment nicht wie eine Kostenreduktion scheint, in der Ausspielung aber deutliche Effekte zeigt.
Einsparpotenzial 4: Formate kontrollieren
Monitoring ist jetzt wichtiger denn je. Die Performance der Anzeigen sollte noch engmaschiger beobachtet werden. Heißt konkret: Wenn Ads mehrere Tage hintereinander fallende Klickzahlen haben, sollten womöglich die Visuals ausgetauscht werden.
Grundsätzlich ist es auch sinnvoll, verschiedene Formate wie Video, Text und Foto zu bedienen, um größere Aufmerksamkeit bei gleichbleibendem Marketing-Budget zu generieren. Dabei ist wieder je nach Kanal abhängig, wie die Visuals gestaltet werden sollten. Während bei Werbung auf Instagram und Facebook gerne mit klaren CTAs gearbeitet wird und Posts deutlich als Werbung erkennbar ausgespielt werden dürfen, ist Werbung auf anderen Kanälen wie zum Beispiel TikTok meist eher dann erfolgreich, wenn sie sich fließend ins Gesamtbild mit den organischen Posts einfügt.
Einsparpotenzial 5: Stay local
Mit ortsspezifischer Werbung lässt sich Marketing-Budget sparen. Die meisten Unternehmen wünschen sich so viele Website-Besucher wie möglich. Doch sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Klick auf eine Website allein noch keinen Umsatz bedeutet. Wie so oft gilt an dieser Stelle: Klasse statt Masse. Nicht jeder Visitor wird automatisch ein Kunde.
Einem regional tätigen Dienstleister nutzen Einstiege aus anderen (Bundes-)Ländern eher wenig. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich auf die geografische Umgebung seiner Zielgruppe zu fokussieren, da sich hieraus folglich bessere Umsatzchancen ergeben. Um das Marketing-Budget Conversion-optimiert einzusetzen, sollten Kampagnen zum Beispiel bei Google Ads daher regional ausgerichtet werden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Fazit: Marketing-Budget zielgerichteter einsetzen
Wer Marketing-Budget sparen möchte, muss immer Abstriche machen. Wer sich jedoch über die Kernziele seiner Marketing-Strategie im Klaren ist, hat verschiedene Optionen.
Das Hauptziel ist dabei immer, Streuverluste einzuschränken und die Wunsch-Zielgruppe noch gezielter zu adressieren. Dazu können Kampagnen auf schlecht performenden Kanälen pausiert, die Zielgruppe mehr spezifiziert und Visuals optimiert werden. Bei Anbietern mit regionalem Bezug sollten Marketing-Aktivitäten geografisch eingeschränkt werden. Und auch Target-Strategien oder Retargeting helfen, Marketing-Budget einzusparen.
All diese Tipps für eine optimierte Marketing-Budgetplanung schränken jedoch die Reichweite und damit die Sichtbarkeit von Unternehmen ein. Daher sind sie lediglich für einen begrenzten Zeitraum einsetzbar. Um langfristig in den Bereichen SEA und Social-Media-Marketing zu sparen, sollte – sofern nicht ohnehin im Marketing-Mix vorhanden – auf weniger kostenintensive Sichtbarkeit zum Beispiel durch SEO gesetzt werden.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei unserem Partnerportal Marconomy.
* André Hehemann ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur Suchhelden.