Beleuchtung

5 Tipps zum Dimmen von LED

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2. Mit welchem Dimmer soll die LED eingesetzt werden?

Das ist eine Frage des verwendeten Protokolls. Viele Protokolle werden zum Teil seit Jahrzehnten genutzt und/oder beruhen auf bewährten Industriestandards. Ihr Einsatz sollte einen sicheren und erwartungsgemäßen Betrieb von LED-Leuchten unterstützen. Glühlampen- oder Phasen-Anschnitt-Dimmer (Forward Phase Control) werden üblicherweise mit Glüh- oder Niedervolt- Lampen benutzt und sind die am weitesten verbreiteten Steuersysteme überhaupt: Weltweit wurden über 100 Millionen Einheiten verbaut.

Wer LED-Leuchten als Ersatz für andere Leuchtkörper verwenden will, bekommt es deshalb in der Regel mit diesen Dimmern zu tun. Phasen-Anschnitt-Dimmer haben den Vorteil, dass sie kein Erdungskabel in der Schalterdose benötigen. Ihr Nachteil ist jedoch, dass sie sich nur sehr bedingt für das präzise, flackerfreie Dimmen der meisten LED-Leuchtkörper eignen.

Ein anderes Verfahren ist das des Phasen-Anschnitt-Dimmers (Electronic Low Voltage). Mit dieser Lösung werden vor allem Niedervolt-Halogenlampen mit einem elektronischem Trafo gesteuert. Damit lassen sich kapazitive Lasten steuern, wie sie auch bei einem LED-Treiber erzeugt werden. Aus diesem Grund eignen sich die Abschnitt-Dimmer, um LEDs flackerfrei zu dimmen. Einziger Nachteil des Systems: Sie sind nicht annähernd so weit verbreitet wie die Anschnitt-Dimmer.

International werden analoge 2-(3-)Draht-Dimmer vor allem dafür verwendet, um Leuchtstoff-Lampen zu steuern. Das meist in größeren kommerziellen und Bürogebäuden, in denen große Leuchtstoff-Lasten gesteuert werden müssen. Auch diese Dimmer sind vergleichsweise weit verbreitet; weltweit sind sie in etwa 2 Millionen Schaltkreisen verbaut.

0-10-Volt-Steuersysteme beruhen auf einem bewährten Industriestandard für elektronische Vorschaltgeräte nach IEC 60929. Sie werden bisher überwiegend in Energiemanagement-Systemen eingesetzt, etwa zusammen mit Bewegungs- oder Tageslichtsensoren. Allerdings eignen sie sich auch dafür, LEDs zu steuern. Da die 0-10-Volt-Controller von stromführenden Kabeln isoliert sind, können sie ohne Gefahr berührt und einfach verkabelt werden. Bei der Auswahl sollte unbedingt auf die Verpackung geachtet werden. Am Markt werden auch 0-10-Volt-Systeme verkauft, die nicht mit dem IEC-Standard kompatibel sind.

Die DALI-Systeme tragen den Standard bereits im Namen: Das Digital-Adressable-Lighting-Interface-Protokoll wurde ursprünglich in Europa entwickelt, ist inzwischen auch in anderen Ländern weit verbreitet. Da es das digitale Steuern einzelner Leuchtkörper und somit einen hohen Feinheitsgrad bei der Steuerung erlaubt, kommt es meist in kommerziell genutzten Gebäuden zum Einsatz.

Schließlich gibt es noch die DMX-Steuergeräte, die das Digital-Multiplex-Protokoll unterstützen, welches überwiegend für Bühnen- und Veranstaltungstechnik genutzt wird. Es eignet sich vor allem dazu, RGB-LED-Anwendungen zu steuern und zu dimmen, da diese meist von hoher Geschwindigkeit und Kanal-Anzahl profitieren.

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