Industriegeschichte
70 Jahre Erodieren

Von Richard Pergler 4 min Lesedauer

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In seinem Werk Zandone feiert der Schweizer Präzisionsmaschinenhersteller GF Machining Solutions mit vielen Anwendern das Jubiläum 70 Jahre Electrical Discharge Machining (EDM), besser bekannt als Erodieren.

Moderne Drahterodieranlagen sind fest in heutigen Bearbeitungen etabliert - speziell da, wo Werkstücke hochgenau sein müssen wie hier das Tannenbaumprofil einer Turbinenkomponente.(Bild:  GF Machining Solutions)
Moderne Drahterodieranlagen sind fest in heutigen Bearbeitungen etabliert - speziell da, wo Werkstücke hochgenau sein müssen wie hier das Tannenbaumprofil einer Turbinenkomponente.
(Bild: GF Machining Solutions)

Das Schweizer Traditionsunternehmen GF Machining Solutions hat seine EDM-Fertigung erst vor wenigen Jahren in Losone (Tessin) am neuen Standort Zandone konzentriert. Hier entstand ein Werk mit neuem, modernem Hallenlayout und Platz für weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Und das Werk ist darüber hinaus auch sicher vor Hochwasser. Denn der sonst sehr zahme Fluss Maggia, der wenige hundert Meter unterhalb in den Lago Maggiore mündet, hatte im Lauf der Unternehmensgeschichte das alte Werksgelände mehrfach mit katastrophalen Folgen überflutet. Zuletzt geschah das im Jahr 1979.

Verfahren erfindet sich ständig neu

Die beiden früher selbständigen Schweizer Unternehmen Agie und Charmilles trieben in den 1950er-Jahren unabhängig voneinander die Entwicklung der ersten industriell nutzbaren Anlagen für EDM (Electrical Discharge Machining) oder Funkenerosion voran. Dabei leisteten die Hersteller sowohl fürs Senkerodieren als auch fürs Drahterodieren sowie auch fürs Erodierbohren wichtige Pionierarbeit.