Lunte brennt! Ab jetzt gelten 10-Prozent-Zölle für jeden

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Pauschalzölle in Höhe von zehn Prozent auf Waren aus allen Ländern gelten jetzt.

Donald Trump macht mit Zöllen weiter. Jetzt gelten 10 Prozent auf quasi alles, was noch nicht unter die Zollschranken gerutscht ist. Stimmen der Kritik werden allerdings auch lauter ...(Bild:  R. Kahn)
Donald Trump macht mit Zöllen weiter. Jetzt gelten 10 Prozent auf quasi alles, was noch nicht unter die Zollschranken gerutscht ist. Stimmen der Kritik werden allerdings auch lauter ...
(Bild: R. Kahn)

Außer den 10-Prozent-Zöllen hat Trump aber kürzlich außerdem einen komplexen Mechanismus angekündigt, der noch höhere Zölle für Länder vorsieht, mit denen die USA nach Auffassung der US-Regierung ein besonders großes Handelsdefizit haben. Dieser wird ab 9. April wirken. Bestimmte Waren trifft es aber auch nicht. Dazu gehören Produkte, für die bereits andere Zollregelungen gelten. (Stahl- und Aluminiumprodukte oder Autos und Autoteile). Außerdem sind einige weitere Produkte (Kupfer, Arzneimittel, Halbleiter, Holzprodukte oder bestimmte kritische Mineralien) davon ausgenommen. Das Weiße Haus hatte allerdings deutlich gemacht, dass Trump für derartige Waren bald ebenfalls Sonderzölle ankündigen könnte. Trump hatte den Tag, an dem die Zölle verkündet wurden, vorab als „Tag der Befreiung“ gepriesen. Es ist damit auch der bisher aggressivste und folgenschwerste Schritt in der Handelspolitik des US-Präsidenten.

Goldene Zeiten oder politisches Blutbad?

Der Republikaner versprach, dass mit den Zöllen das „goldene Zeitalter“ für die USA zurückkommen werde. Die Aktien sind danach aber zunächst in den Keller gesegelt. Ab Anfang Mai greifen dann übrigens auch die horrenden Zölle von 25 Prozent auf Autoteile. Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, prophezeite eine höhere Inflation und langsameres Wachstum für die USA. Außerdem droht ein globaler Handelskrieg, der alles nur noch schlimmer machen wird, wenn sich etwa Länder wie China dagegen wehren. Die EU schimpft zwar, aber konkrete Maßnahmen hört man nicht. Am Ende hoffen alle auf Verhandlungen. In den USA wurde auch von konservativer Seite Kritik am Zollpaket laut. So fürchte der republikanische Senator Ted Cruz ernste Folgen für die Republikaner: „Sollten wir in eine Rezession geraten – vor allem in eine schwere – dann würde im nächsten Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach ein politisches Blutbad drohen!“

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