Zahn zugelegt ABB gibt mehr Gas in Sachen Wachstum

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Sowohl mit Blick auf das Umsatzwachstum als auch hinsichtlich der operativen Gewinnmarge hat sich der Technologiekonzern ABB jetzt neue ehrgeizigere Ziele gesetzt.

ABB hat jetzt verlauten lassen, dass man die Wachstumsschraube deutlich anziehen will. Was der Konzern jetzt plant, hat er unter anderem der dpa verraten ...(Bild:  ABB)
ABB hat jetzt verlauten lassen, dass man die Wachstumsschraube deutlich anziehen will. Was der Konzern jetzt plant, hat er unter anderem der dpa verraten ...
(Bild: ABB)

ABB-Chef Björn Rosengren sieht die Umwandlungsphase von ABB mittlerweile als beendet an: „Wir haben neue Standards gesetzt und verlassen nun die Transformationsphase.“ Künftig will ABB demnach auf vergleichbarer Basis jährlich um 5 bis 7 Prozent über den Konjunkturzyklus wachsen. Darüber hinaus sollen wie bisher auch Akquisitionen ein bis zwei Prozent zum Wachstum beisteuern. Insgesamt soll so ein durchschnittliches, jährliches Umsatzplus zwischen sechs und neun Prozent erreicht werden. Das wären dann im Schnitt zwei Prozent mehr als zuvor geplant. Davon sollten drei bis fünf Prozent außerdem aus eigener Kraft erreicht werden, der Rest eben über Akquisitionen, wie oben schon erwähnt.

Konsistentes Update, aber keine große Sache

Für die operative Gewinnmarge (Ebita-Marge) wird künftig ein Wert zwischen 16 und 19 Prozent angestrebt, wie der Konzern verlauten ließ. Davor galt eine Zielvorgabe von mindestens 15 Prozent (ab dem Jahr 2023). Außerdem wird das jährliche Ziel für die Kapitalrendite (ROCE) auf über 18 Prozent aktualisiert (zuvor 15 bis 20 Prozent). Der „unverwässerte“ Gewinn je Aktie soll über die Konjunkturzyklen künftig im mindestens hohen einstelligen Bereich zunehmen. Bisher sollte er lediglich deutlicher steigen als der Umsatz. Die Aktien von ABB konnten von diesen Aussagen sofort profitieren und gewannen zunächst fast zwei Prozent hinzu. Nach einem Tief Mitte Oktober (unter 30 Franken) liegen sie nun wieder im bisherigen Jahreshoch von 35,74 Franken. Unter Analysten werden die neuen Ziele mehrheitlich begrüßt, wenn auch teilweise als zu wenig ambitioniert bewertet. So heißt es von der ZKB, dass die überarbeitete Strategie eine Fortsetzung des von den ABB-Entscheidern verfolgten Erfolgsrezepts der letzten drei Jahre ist. Enttäuschend sei indes, dass beim anorganischen Wachstum weiterhin nur ein bis zwei Prozent an zusätzlichem Umsatz durch Zukäufe anpeilt würden. Deshalb ist das Strategie-Update zwar konsistent, aber kein großer Wurf, wie Experten anmerken.

So will ABB in Zukunft agieren ...

Bei ABB ist von einer konservativen Rentabilitätsspanne am unteren Ende der Erwartungen die Rede. Diese erlaube es, die Prognosen zu übertreffen und zu erhöhen. Insgesamt signalisieren die neuen Ziele, dass ABB in eine neue, profitable Wachstumsära eintritt. Laut ABB-Entscheidern liegt der Schwerpunkt sowohl auf organischem als auch akquisitorischem Wachstum. Durch Zukäufe will man technische Lücken schließen und wachstumsstarke Segmenten stärken, oder den Zugang zu neuen geografischen Märkten erhalten. ABB bestätigte dabei das Ziel von 5 bis 10 kleinen bis mittleren Akquisitionen pro Jahr. Ebenfalls bestätigt wird der strategische Umgang mit den erwirtschafteten Mitteln. Im Vordergrund stehe die Finanzierung von organischem Wachstum durch Forschung und Entwicklung sowie Investitionen. Weiterhin soll auch eine über den Zeitverlauf steigende, nachhaltige Dividende ausbezahlt werden. An nächster Stelle der Prioritätenliste stehen Akquisitionen. Danach sollen die Mittel gegebenenfalls über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeführt werden.

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