Nur ruhig Blut!

ABB-Roboter mausern sich zu wertvollen Laborhelfern

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So läuft der Workflow für Laboruntersuchungen smart ab ...

So sieht ein klassischer Workflow mit dem Lab Table II im Detail aus: Die MTLA oder Mitarbeiter des Krankenhauses stellen die Blutproben auf dem Roboterarbeitstisch in definierte Racks für den Probeneingang ab. Ab hier übernimmt der Roboter die weiteren Tätigkeiten. Damit es nicht zu Verwechslungen komme, gleiche eine Kamera mit „intelligenter“, von ABB selbst entwickelter, Bilderkennungssoftware die Farbe der Probenkappe mit einem Auftrags-Barcode ab. Außerdem wird der Füllstand der Blutprobe kontrolliert. Dabei wird im Laborinformationssystem (LIS) angefragt, ob es einen Auftrag für diese Probe gibt. Bei Unstimmigkeiten sortiert der Roboter die Probe aus und platziert sie auf ein Fehler-Rack. Auch Patientenproben ohne Auftrag warten in einem speziellen Fehlerprobenbereich, bevor ein erneuter Scan-Versuch unternommen wird, wie ABB beschreibt.

Und so geht es im Anschluss weiter bis zur Archivierung ...

Ist die Probe grundsätzlich in Ordnung und ein Analyseauftrag vorhanden, stellt der erste ABB-Roboter diese in den Zentrifugenbecher oder gleich in Geräte-Racks – sofern eine Zentrifugation nicht erforderlich ist. Um die automatische Zentrifuge korrekt auszutarieren, führt der zweite Roboter Ausgleichsröhrchen ein. Anschließend werden die Zentrifugenbecher in die Untertischzentrifuge eingesetzt. Die Zentrifuge wird verschlossen und legt mit der Arbeit los. Nach der Zentrifugation werden die Blutproben automatisch entstöpselt und in Proben-Racks platziert. Der zweite Roboter führt zentrifugierte und nicht zentrifugierte Proben in ihren spezifischen Geräte-Racks den Analysesystemen zu, die in das LIS eingebunden sind. Ist die Analyse erfolgt, meldet ein Sensor dem Roboter, dass sich Proben-Racks im Probenausgangsbereich des jeweiligen Gerätes befinden. Der Roboter nimmt die Racks aus den Analysegeräten, dann die Proben aus den Racks, verschließt die zuvor geöffneten Proben und setzt sie in den Archivbereich ab.

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ABB-Roboter erreichen im Labor die vorgegebenen Taktzeiten

Beim üblichen manuellen Probenhandling wird in Abhängigkeit von der Analysezeit eine bestimmte Taktzeit vorgegeben, in der Proben zugeführt und entnommen werden müssen, wie es heißt. Dieser Richtwert könne jedoch nie zu 100 Prozent die Realität abbilden, sodass im Laboralltag wertvolle Zeit verloren gehen könne. Die ABB-Roboter aber können aufgrund der Sensorüberwachung die Proben wirklich in Echtzeit beladen und entnehmen. Durch diesen robotergestützten Workflow ließe sich im Real Time Tube Movement (RTTM) ein Probendurchsatz von maximal 160 Proben pro Stunde erreichen. So sei es auch möglich, Notfallproben priorisiert zu bearbeiten. Nach Abschluss der Implementierung im Februar 2024 rechnet die MVZ nun mit einer bis zu 25 Prozent schnelleren Bearbeitungszeit.

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