Leichtmetallbearbeitung Ablagerungsfreies Bearbeiten von Gehäusen aus Magnesium
Der Trend zum Leichtbau hat in zahlreichen Branchen zur Wiederentdeckung des Magnesiums als Konstruktionswerkstoff geführt. Bedeutsame Vorteile für die zerspanende Bearbeitung des fertigungstechnisch anspruchsvollen Werkstoffs bringt der wassermischbare Kühlschmierstoff Multan 73-30 MG, wie die Serienfertigung von Getriebegehäusen zeigt.
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In den Konstruktionsabteilungen der Automobilindustrie arbeitet man seit Jahren verstärkt daran, den klassischen Werkstoff Stahl durch leichtere Materialien wie Aluminium oder technische Kunststoffe zu ersetzen. Besonders interessant ist Magnesium, das rund ein Drittel leichter als Aluminium ist. Technikhistoriker erinnern daran, dass Magnesium bereits in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts auf vielfältige Weise industriell verwendet wurde, sein Einsatz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs jedoch aus verschiedenen Gründen stark zurückging. Nur im legendären VW Käfer hatte es zur Herstellung der Kurbel- und Getriebegehäuse noch jahrelang Verwendung gefunden.
Magnesiumlegierung erfordert nur geringe Schnittkräfte
Magnesium ist mit seinem geringen spezifischen Gewicht das leichteste Metall, das sich für technische Anwendungen im industriellen Maßstab nutzen lässt. Dabei kommen in der Regel Magnesiumlegierungen zum Einsatz, weil reines Magnesium hinsichtlich der Gießbarkeit, Korrosionsbeständigkeit und anderer Eigenschaften fertigungs- und anwendungstechnisch problematisch ist.
Der wichtigste Legierungszusatz ist Aluminium. In der gebräuchlichen Magnesium-Druckgusslegierung AZ91 beträgt der Anteil von Magnesium 89%, der von Aluminium 9%. Die Legierung lässt sich sehr gut gießen und ermöglicht die Herstellung von Gussbauteilen mit sehr filigraner Oberflächengestaltung.
Magnesium-Legierung lässt sich leicht spanend verarbeiten
Auch ihre spanende Verarbeitung ist vorteilhaft, weil der Werkstoff nur geringe Schnittkräfte erfordert und hohe Schnittgeschwindigkeiten erlaubt. Dadurch verringert sich der Werkzeugverschleiß erheblich. Die Werkzeugstandzeiten sind im Vergleich zur Aluminiumzerspanung bis zu zehnmal länger.
Außer diesen prinzipiell positiven Eigenschaften von Magnesiumlegierungen gibt es jedoch auch kritische Gesichtspunkte, die bei der industriellen Fertigung zu beachten sind. Dazu zählt vor allem die Explosionsgefahr, weil Magnesium leicht mit Wasserstoff reagiert.
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