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Wellen- oder kissenförmige Strukturen
Maßgebliches Ziel war es, die Abstände zwischen den deckenden Gewebelagen erheblich zu erweitern, ohne dass sich die vorgegebene Druckstabilität vermindert. Je nach Bindung kann die selbstaufstellende Sandwich- oder Hohlstruktur aber auch für andere Funktionen verwendet werden, wie zum Beispiel zur Klimatisierung, Hinterlüftung oder Durchströmung liquider Stoffe. Durch den Übergang von planparallelen zu veränderlichen Abständen der Gewebe in Kett- und Schussrichtung wurde die Voraussetzung für frei gestaltbare Krümmungsflächen an beiden Decklagen des Gewebes geschaffen.
Rippen, Kanäle oder Kammern können eingewebt werden
Die erforschten Verfahrensweisen können sehr vielseitig umgesetzt werden: So entstehen verschiedene wellen- oder kissenförmige Strukturen in der Außenhülle, die an die Anforderungen der jeweiligen Baukörper angepasst werden. Die senkrecht zu den Decklagen angeordneten Abstandsverstrebungen bestehen dabei meist aus einzelnen knickstabilen Monofilen. Wenn die Verstrebungswinkel der Fäden nun unterschiedlich geneigt sind, können diese Anordnungen für ein sehr stabiles Stehvermögen der Struktur sorgen. Die abstandbildenden Fäden können bei großen Distanzen auch eine zusätzliche Druckstabilität erhalten, indem etwa eine versteifende Zwischenabbindung eingewebt wird. In ähnlicher Weise wurden Rippen, Kanäle oder Kammern durchgängig eingewebt, die für integrierte Funktionen im Bauteil verwendbar sind. So konnten sowohl selbstaufstellende Abstände, die weit über 80 mm messen, erreicht werden als auch die Gestaltung von sphärisch gekrümmten Sandwich- oder Wellenstrukturen an der Oberfläche.
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