Spannsysteme

Adaptive Spanntechnik schont dünnwandige Rohre

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Das neue Spannsystem funktioniert wie eine Irisblende

Das entwickelte System nimmt sich dabei den Mechanismus einer Irisblende (Fotoblende) zum Vorbild. Im Fall des aufgebauten Prototyps sind acht Keilstücke gegeneinander versetzt angeordnet. Eine eingelegte Probe kann somit an acht Punkten gleichmäßig gestützt und gespannt werden. Der aufgesetzte Ring ist mit geschlitzten Nuten ausgeführt, in denen die Keilstücke ohne zu verklemmen über Laufrollen geführt werden. Jedes Keilstück ist zudem an der Unterseite auf einer präzisen Linearführung verschraubt, um ein Verkeilen zu verhindern. Verdreht man den auf Profillaufrollen gelagerten Kranz, werden die parallel zur Tangente des Spannquerschnitts geführten Keile bewegt und eine Veränderung des Teilkreisdurchmessers der Spannelemente erreicht.

Am Fraunhofer-IPA entwickeltes adaptives Spannsystem, das wie eine Irisblende für die Fotografie arbeitet. Links sind drei Einspannsituationen zu sehen. Die Spannkraft wird über acht Spannkeile gleichmäßig auf die Werkstückoberfläche verteilt. So werden auch dünnwandige Rohre nicht deformiert.(Bild:  IPA)
Am Fraunhofer-IPA entwickeltes adaptives Spannsystem, das wie eine Irisblende für die Fotografie arbeitet. Links sind drei Einspannsituationen zu sehen. Die Spannkraft wird über acht Spannkeile gleichmäßig auf die Werkstückoberfläche verteilt. So werden auch dünnwandige Rohre nicht deformiert.
(Bild: IPA)

Ideal für das schonende Ablängen formlabiler Rundstangen

Das gespannte Bauteil wird unabhängig vom Querschnitt konzentrisch zur Spannvorrichtung gehalten. Die Lage der Rotationsachse ist deshalb eindeutig definiert. Durch Umrechnung der Winkelstellung des Drehkranzes wäre auch die Information zum eingestellten Spanndurchmesser herleitbar, sodass Position und Größe des Werkstücks voll definiert beziehungsweise erfasst sind. Die Anwendung dieser Spanntechnik ist primär zum Ablängen (etwa Sägen) von formlabilen, also dünnwandigen Rundstangen, sprich Rohren, vorgesehen.

Der erarbeitete Prototyp wird jetzt in weiteren Versuchen und Anwendungen erprobt. Interessierte Anwender sind gerne aufgerufen, den Entwicklungsprozess weiter zu begleiten.

* Weitere Informationen: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in 70569 Stuttgart.

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