Kein Investor Autozulieferer AE muss weitere Standorte schließen

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Die AE-Standorte in Gerstungen (Thüringen) und Nentershausen (Hessen) werden nach Aussage des Unternehmens zum Jahresende geschlossen, hat die dpa erfahren.

Leider kommt der seit gut einem Jahr insolvente Automobilzulieferer AE trotz aller Anstrengungen wohl nicht mehr auf die Füße. Jetzt will man die Standorte Gerstungen und Nentershausen dicht machen ...(Bild:  AE)
Leider kommt der seit gut einem Jahr insolvente Automobilzulieferer AE trotz aller Anstrengungen wohl nicht mehr auf die Füße. Jetzt will man die Standorte Gerstungen und Nentershausen dicht machen ...
(Bild: AE)

Mit der geplanten Schließung der AE-Werke in Nentershausen und Gerstungen wackeln die Stellen von über 680 Mitarbeitern (549 in Thüringen und 134 in Hessen). AE, mit Stammsitz in Gerstungen, hatte vor rund einem Jahr Insolvenz angemeldet, die in Eigenverwaltung abgewickelt werden sollte. AE ist Spezialist für gegossene Aluminiumkomponenten und begründete die Schieflage mit einer schwachen Nachfrage nach den Produkten. Die Suche nach Investoren blieb aber offensichtlich erfolglos. Für die Übernahme des Geschäftsbetriebs wurde also kein belastbares und somit realisierbares Angebot vorgelegt. Noch vor rund einem Jahr war der Vorstandsvorsitzende der AE Group AG, Christian Kleinjung, zuversichtlich, dass durch das Insolvenzverfahren das Unternehmen saniert und die Arbeitsplätze erhalten werden können.

Insolvenzwelle bei Autozulieferern bricht nicht ab

Den betroffenen Angestellten werde nun der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten. Der zwischen Management, Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall vereinbarte Sozialplan sieht, wie es weiter heißt, vor, bis zu sechs Monate Lohnzahlungen zu leisten. Außerdem soll es Angebote zur Weiterqualifizierung und Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Anstellung geben. Insolvent ist seit Juni übrigens auch der AE-Ableger in Polen (AE Group Polska), wo der Betrieb bereits ruht. In Thüringen hat es bekanntlich noch mehr Insolvenzen bei Zulieferern gegeben. Das sind alles weitere Zeugnisse darüber, wie schlecht es der Autobranche und schließlich auch den Zulieferern derzeit geht.

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