Monopolstopp Automobil-Player wollen Google & Co. in die Parade fahren

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Auf dem 29. Internationalen Automobil-Elektronik-Kongress (AEK) unterzeichneten elf Player eine Absichtserklärung, um offene Software für künftige Fahrzeuggenerationen zu entwickeln und einzusetzen.

Der US-Internetriese Google drängt mit seinen Softwaresystemen, wie etwa Google Maps (Symbolbild) immer stärker ins Automobilgeschäft. Doch es gibt Gründe, warum viele Unternehmen aus dem Automobilbereich das nicht wollen. Nun will man Gegensteuern ...(Bild:  Google)
Der US-Internetriese Google drängt mit seinen Softwaresystemen, wie etwa Google Maps (Symbolbild) immer stärker ins Automobilgeschäft. Doch es gibt Gründe, warum viele Unternehmen aus dem Automobilbereich das nicht wollen. Nun will man Gegensteuern ...
(Bild: Google)

Der Übergang zu einem Software Defined Vehicle, also dem durch Programme definierten Fahrzeug, stellt insbesondere die deutsche Automobilindustrie vor große Herausforderungen, heißt es. So hatte der Volkswagen-Konzern etwa Schwierigkeiten, diesen Wandel zu bewältigen. Gleichzeitig drängen aber Konzerne wie Google in den Automobilmarkt. Der Internetriese arbeitet mit Autoherstellern wie Volvo, Renault, Ford, General Motors und Mitsubishi zusammen, um sein Autobetriebssystem Android Automotive OS (AAOS) sowie die Google Automotive Services (GAS) in Serienfahrzeugen zu integrieren. Diese Services umfassen Anwendungen wie Google Maps, Google Assistant und den Play Store. Doch die Vorherrschaft in Sachen Software wollen elf Akteure aus dem Automobilbereich nun angreifen.

Viel Software im Auto, aber oft ohne echten Nutzwert

Zu den Unterzeichnern des Memorandum of Understanding gehören unter anderem BMW und Porsche, sowie führende Zulieferer wie Bosch, Continental und ZF Friedrichshafen. Marcus Bollig, Geschäftsführer des Verbands der Automobilindustrie (VDA), verwies dabei darauf, dass ein beträchtlicher Umfang der Fahrzeugsoftware für den Nutzer nicht direkt erlebbar ist und damit auch nicht zur Unterscheidbarkeit der unterschiedlichen Marken und Fahrzeugtypen beiträgt. Diese Tatsache erlaube es, die entsprechenden Softwarebausteine in einem offenen und kollaborativen Ökosystem gemeinsam zu entwickeln. Der VDA hatte die Erstunterzeichner an einen Tisch gebracht, wie es weiter heißt. An der „Open Source“-Plattform sollen sich aber auch Unternehmen außerhalb des VDA beteiligen können, darunter welche aus Europa, China, den USA und anderen Automobilnationen.

Schon im nächsten Jahr will man mit Ergebnissen aufwarten

Der Zeitplan der Initiative sehe demnach vor, dass bereits 2026 der Softwareumfang für die Serienentwicklung einer Plattform für autonomes Fahren zur Verfügung stehe. Der modulare Softwareumfang könne angepasst oder ergänzt werden, um anschließend der Industrie für eine Serienentwicklung zur Verfügung gestellt zu werden, erklären die Unterzeichner. So könnten sich Autohersteller und Zulieferer auf differenzierende Funktionen konzentrieren, während grundlegende Komponenten gemeinsam gepflegt werden, so die Idee dahinter. Das schaffe ein starkes Fundament für Innovationen und nicht zuletzt die Freiheit, sich auf das zu fokussieren, was den Unterschied später für den Fahrzeugbesitzer ausmache.

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