Darüber hinaus profitieren die Mitarbeiter von den Vorteilen einer gelungenen Cloud-Adaption, wie sie Fusion 360 bietet. Besonders die junge Generation erwartet von Arbeiten 4.0 viel mehr als nur eine virtualisierte, monolithische und starr abgetrennte Engineering-Umgebung. Mitarbeiter wollen agil sein, sich einbringen, das Ganze sehen und nicht nur ein Zahnrad im Getriebe sein. Analog dazu wollen sich Unternehmen agiler aufstellen – nicht nur um Prozesse zu verkürzen, sondern auch um mehr Flexibilität, Kreativität und Innovationskraft zuzulassen.
Inventor für etablierte Organisationsprozesse nutzen
Für klassischere Unternehmensstrukturen mit einer klareren Trennung von Kompetenzen bietet Autodesk die Lösungen Inventor und Vault. Sie orientieren sich an etablierten Organisationsprozessen und sorgen dort für deutliche Effizienzanstiege, da Projektdurchlaufzeiten deutlich reduziert und mit gleichem Personalaufwand mehr Aufträge realisiert werden können.
Die Effizienzgewinne setzen an verschiedenen Stellen an: Mit KI-Technologien lassen sich beispielsweise Dubletten (also redundante Kopien) deutlich reduzieren. Außerdem kann die Herstellung der Produkte so durch höhere Wiederholteile optimiert werden, was die Fertigung deutlich weniger komplex macht sowie Zeit und Ressourcen spart. Entwicklung, Produktion und Service profitieren von der verringerten Komplexität und Varianz – obwohl diese Themen gern unter den Tisch gekehrt werden, ist hier noch viel Potenzial vorhanden. Durch die Effizienzgewinne können die Unternehmen jede Stunde im Engineering produktiver nutzen, weil sich die eigenen Konstrukteure um sinnvolle Projekte kümmern, statt Datenversionen zu verwalten. Zudem gibt es noch der ganze Bereich der Prozessautomatisierung vom Vertrieb zu Konstruktion zu Fertigung, um Mitarbeiter von repetitiven Arbeiten zu entlasten.
Pilotprojekte wagen und den richtigen Mix finden
Fusion 360 und Inventor können als zwei Seiten derselben Medaille gesehen werden. Sie stehen für verschiedene Workflows – und schließen sich nicht aus. Sie können sogar parallel und miteinander laufen. Je nachdem, welche Arbeitsweise ein Unternehmen verfolgt, findet es entweder mit Inventor (im klassischen Wasserfall-CAD) oder Fusion 360 (bei einer agilen Entwicklung) das passende Produkt.
Dabei können die Unternehmen flexibel entscheiden, welche Lösung die richtige für sie ist, denn beide Programme sind aktuell Teil der Product Design und Manufacturing-Collection von Autodesk. Da beide Systeme untereinander verzahnt sind, sind Pilotprojekte zu einem agilen Design in der Cloud leicht umsetzbar. Daten der agil arbeitenden Teams, die beispielsweise mit den Möglichkeiten zum generativen Design erstellt wurden, können leicht in Inventor verbaut werden – und gleichzeitig können Inventor-Daten auch mit Fusion gefertigt oder weiterverarbeitet werden.
Fusion 360 und Inventor sind Systeme, die jeweils für eine eigene Arbeitsweise stehen. Dabei ist keines inhärent überlegen; es gibt keinen Druck, von einem System zum anderen zu wechseln oder eines der Systeme ganz abzuschaffen. Stattdessen können Unternehmen die beiden Hand in Hand arbeitenden Systeme gleichzeitig nutzen, um sowohl für herkömmliche Prozesse als auch agile Prozesse immer die richtige Lösung zur Hand zu haben.
Empfehlung der Redaktion
Stefanie Michel, Redakteurin Ressort Konstruktion & Entwicklung
* Karl Osti ist Industry Manager Maschinenbau bei der Autodesk GmbH in 81379 München, Tel. (0 89) 54 76 90, karl.osti@autodesk.com
(ID:46993907)
Stand: 08.12.2025
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