Robotik geht über Industrieroboter und kollaborative Roboter (Cobots) hinaus. Das zeigt die Intralogistik: Mobile Transportroboter sorgen für wertvolle Entlastung, indem sie zeitintensive Tätigkeiten übernehmen.
Ein AMR in der item Europazentrale: Ausgestattet mit einem Grundgestell und Regalaufbau aus modularer Profiltechnik.
(Bild: item)
Mit AGVs oder AMRs können Sie Transportaufgaben in der Intralogistik effizient automatisieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dadurch gezielt entlastet. Zudem zählt Materialtransport für die Lean Production zu einer der 7 Muda (Verschwendungsarten): Während des Transports findet keine Wertschöpfung statt. Es werden sogar wichtige Ressourcen gebunden. Wenn Sie diese Aufgaben automatisieren, profitieren Ihre Mitarbeitenden: Jetzt können sie sich auf wertschöpfende Aufgaben fokussieren. Außerdem lässt sich den Folgen des Fachkräftemangels mit dem Einsatz von AGVs und AMRs entgegenwirken. Daher werden mobile Transportroboter zunehmend in der Industrie und im E-Commerce eingesetzt. Wenn Sie sich mit mobilen Robotern beschäftigen, stoßen Sie schnell auf den Vergleich von AGVs und AMRs. Doch wo liegt hier der Unterschied? Und welcher mobile Roboter ist für welche Aufgabe einsetzbar?
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Zuverlässig auf definierten Routen: Automated Guided Vehicles (AGVs)
Automated Guided Vehicles (AGVs) lassen sich für verschiedene Aufgaben einsetzen. Hierzu zählen unter anderem das Unterfahren von Trolleys, AGV-Aufbauten und Anhängern, aber auch das Schieben und Ziehen von Lasten. Darüber hinaus gibt es AGVs in Form von automatisierten Gabelstaplern, Schleppern oder Hubwagen. In Deutschland werden sie auch als „fahrerlose Transportfahrzeuge“ (FTF; gemeint ist das einzelne Fahrzeug) bezeichnet. Handelt es sich um ein komplettes System aus mehreren AGVs inklusive Leitstand, dann ist die Bezeichnung „fahrerloses Transportsystem“ (FTS) korrekt. Als Unterscheidungskriterium wird oft die Navigation herangezogen. Im Gegensatz zu einem AMR (Autonomous Mobile Robot) folgt ein AGV einer vorgegebenen Route. Es erkennt Hindernisse, hat jedoch nicht die Möglichkeit, ihnen auszuweichen: Das AGV stoppt und wartet, bis das Hindernis beseitigt ist. Grundsätzlich erfordert der Einsatz von AGVs eine eigene Infrastruktur. Markierungen wie Magnetbänder, Drähte, QR-Codes oder Reflektormarken gehören dazu.
Anpassungen der Infrastruktur aufgrund veränderter Prozesse führen zu weiteren Aufwänden. Die Anschaffungskosten für AGVs liegen aber in der Regel unter denen für AMRs. Das hängt damit zusammen, dass die aufwendige Technologie AMRs grundsätzlich teurer macht. Bei AGVs sind allerdings zusätzliche Investitionen in die Umgebungsanpassung erforderlich. Dennoch ist das kein Nachteil. Bei der Entscheidung „AGV oder AMR?“ sollten Sie immer die individuellen Anforderungen an den Transport und die Situation berücksichtigen. Die Fahrwege lassen sich nur geringfügig verändern und es gibt wenige Hindernisse? Dann wird sich der Einsatz eines AGV mehr für Sie lohnen als ein AMR. Denn die Mitarbeitenden sind mit den Fahrwegen und dem Verhalten des AGVs schneller vertraut. So entstehen zuverlässige und sichere Abläufe. AGVs sind gerade in der Automobilindustrie beliebt. Ein bekanntes Beispiel ist die Produktion des Audi A8, bei der AGVs in Kombination mit Bereitstellwagen aus item Profiltechnik eingesetzt werden.
Auch die Integration von kollaborativen Robotern (Cobots) benötigt das richtige Material. Mit item Profiltechnik haben Sie bei der Gestaltung Ihrer Roboterperipherie maximale Flexibilität. Erfahren Sie im kostenfreien Whitepaper, welche weiteren Aspekte Sie beachten sollten:
Vielfältig einsetzbar und flexibel: Autonomous Mobile Robots (AMRs)
Aktuell stehen Autonomous Mobile Robots (AMRs) im Fokus der Branchendiskussion. Die Eigenschaft „Autonomous“ bezieht sich darauf, dass AMRs nicht auf definierte Routen angewiesen sind. Stattdessen orientieren sie sich in Echtzeit anhand ihrer Umgebung. Dabei stützen sie sich auf Karten, die entweder hochgeladen oder von den AMRs selbst erstellt werden. Durch eingebaute Kameras, Scanner und Sensoren ermitteln AMRs automatisch den schnellsten Weg zu dem von Ihnen vorgegebenen Ziel. Wenn ein Hindernis im Weg ist, ermittelt der AMR die beste Alternativroute und verhindert so Verspätungen. Deshalb kann er sich an Veränderungen in der Umgebung oder an neue Arbeitsprozesse flexibel anpassen. Aufwendige Umbauarbeiten sind nicht erforderlich. AMRs sind wegen ihrer komplexeren Hardware und Software in der Regel teurer als AGVs. Doch je nach Projektanforderung lohnt sich die Investition in die erweiterten Einsatzmöglichkeiten der AGVs.
Bei der Frage „AGV oder AMR?“ wurde in der Vergangenheit oft folgender Aspekt betont: AMRs würden sich nur für den Transport leichter Lasten eignen. Hier bieten Ihnen AGVs tatsächlich einen konkreten Vorteil. Mittlerweile können spezialisierte AMRs jedoch Nutzlasten von bis zu 1350 kg bewältigen. Im Gegensatz zu AGVs gibt es keine speziellen Hubvarianten, doch Sie können AMRs mit verschiedenen Aufsatzmodulen und Regalaufbauten ausstatten. Welche Vorteile sich daraus ergeben, sehen Sie an einem internen Projekt zur Optimierung der Intralogistik bei item. Für die Europazentrale in Solingen wurden zwei Konstruktionen entwickelt:
Grundgestell und Regalaufbau sind nach erfolgreichen Tests im Einsatz und stehen auch Kundinnen und Kunden zur Verfügung. Beide Lösungen sind äußerst flexibel – dank ihres modularen Aufbaus können Sie diese an unterschiedliche MiR-Modelle und Aufgabenstellungen anpassen. Das kostenfreie item Engineeringtool unterstützt Sie bei der Konstruktion Ihrer individuellen Aufbauten.
AGV oder AMR: Entscheidet der Grad der Autonomie?
Bei der Unterscheidung von AGV und AMR hat Mathias Behounek eine andere Ansicht. Er ist einer von drei Geschäftsführern der SAFELOG GmbH. Das Unternehmen wurde 1996 in Markt Schwaben gegründet und begann als Anbieter von Picksystemen. Seit 2015 ist SAFELOG vor allem mit agentenbasierten mobilen Transportrobotern erfolgreich. Zur Kundschaft zählen unter anderem Mercedes, Audi, BMW, KUKA und ABB. SAFELOG verfolgt einen dezidiert softwarebasierten Ansatz und verzichtet auf zahlreiche Komponenten, die üblicherweise in einem AGV oder AMR zu finden sind. Matthias Behounek empfindet die Kategorie der AMRs aus Sicht entsprechender Hersteller als sinnvoll. Allerdings teilt er deren zentrale Annahme nicht: „Mit der Bezeichnung ‚Autonomous Mobile Robot‘ soll ja ausgedrückt werden, dass ein solcher Roboter einen höheren Freiheitsgrad hat, weil er vor allem in der Navigation in der Lage ist, sich viel freier zu bewegen. Und dieser Freiheitsgrad wird anhand der Autonomie bemessen. Allerdings gibt es noch viele andere Aspekte, die zum Autonomiegrad beitragen.“
In diesem Zusammenhang empfiehlt Matthias Behounek den "Leitfaden Autonomie für mobile Roboter“ des VDI-Fachausschusses Fahrerlose Transportsysteme (FTS). Darin finden Sie einen Autonomie-Index zur individuellen Bewertung. Aus dieser Perspektive wird die Autonomie von AMRs also überbewertet. Zwar fahren sie nicht auf festgelegten Wegen wie ein AGV, doch auch hier gibt es zahlreiche Abhängigkeiten. Beispielsweise funktioniert ein AMR nur im Zusammenspiel mit einem Flottenmanager. „Wir haben uns bewusst gegen die Kategorisierung als AMR entschieden. Wie hoch der Autonomiegrad ist, würde ich von der Bewertung des Anwendungsfalls abhängig machen. Es gibt zig verschiedene Anwendungsfälle – und ebenso viele Möglichkeiten, sie zu lösen. Man sollte es vor allem einfach halten, dann ist es gut zu handhaben, stabil und bezahlbar“, betont Mathias Behounek.
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Stand: 08.12.2025
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