Luftfahrt Airbus eröffnet neue Montagehalle für das Modell A321XLR

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Airbus wird sein neues Flugzeug, den A321XLR, in einer neuen Montagehalle ausrüsten. Sie ist nach neuesten Produktions- und Nachhaltigkeitsstandards konzipiert wurde am Mittwoch im Hamburger Werk in Finkenwerder feierlich eröffnet.

v.l.: Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, André Walter, Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeugproduktion in Deutschland, Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrtpolitik, und Gary o'Donnell, Leiter der A321XLR-Entwicklung, eröffnen die neue A321XLR-Ausrüstungshalle in Hamburg Finkenwerder.(Bild:  Airbus / Stefan Kruijer)
v.l.: Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, André Walter, Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeugproduktion in Deutschland, Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrtpolitik, und Gary o'Donnell, Leiter der A321XLR-Entwicklung, eröffnen die neue A321XLR-Ausrüstungshalle in Hamburg Finkenwerder.
(Bild: Airbus / Stefan Kruijer)

Der A321XLR ist mit derzeit fast 570 Bestellungen eines der wichtigsten Projekte von Airbus. Der Standort Hamburg, nach Toulouse der zweitgrößte bei Airbus, „ist maßgeblich an der Entwicklung und Fertigung der A321XLR beteiligt“, sagte der Chef der zivilen Flugzeugproduktion von Airbus in Deutschland, André Walter. „Mit unserer neuen hochmodernen Ausrüstungsmontagehalle bauen wir nun die Kapazitäten zur Herstellung von A321-Flugzeugrümpfen aus und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung unseres Ratenhochlaufs“, so Walter. „Zugleich setzen wir ein starkes Zeichen zur Bedeutung von Hamburg im Airbus-Verbund.“

Ausrüstung der A321XLR-Flugzeugrümpfe

Die neue Ausrüstungsmontagehalle H259 mit 9600 Quadratmetern Produktionsfläche dient laut Airbus der Ausrüstung der hinteren, in Hamburg gebauten Flugzeugrümpfe der A321XLR. Die fast 24 Meter langen Rumpf-Bauteile werden auf einer automatisierten Linie mit acht Stationen mit allen elektrischen und mechanischen Systemen sowie weiteren Elementen wie Fenstern, Fußbodenplatten und Außenantennen ausgestattet. „Jede Rumpfsektion wird direkt im Anschluss an die Installation der Systeme ausgiebig getestet“, heißt es. „Anschließend werden die Rumpfsektionen an die Endmontagelinie in Hamburg übergeben.“

Neues Modell für Langstreckenflüge bis zu 8700 Kilometern einsetzbar

Das neue Modell mit einem Mittelgang wird mit einem in die Rumpfstruktur integrierten Zusatztank gefertigt. Der Airbus-Jet soll dank dieses Tanks und eines optionalen weiteren Tanks auf eine Reichweite von bis zu 8700 Kilometern kommen. Damit kann die Maschine etwa Strecken über den Atlantik bewältigen. In einer typischen Zwei-Klassen-Konfiguration soll sie Platz für 180 bis 220 Passagiere bieten.

Mit dem Modell sollen sich auch solche Langstreckenflüge rechnen, auf denen die Ticketnachfrage für die sonst eingesetzten Großraumjets nicht ausreicht. Konkurrent Boeing aus den USA hat kein Modell mit einer ähnlichen Kapazität und Reichweite im Angebot. Ihren Erstflug hatte die A321XLR im Juni des vorigen Jahres absolviert. Die Auslieferung der ersten Maschine ist für das zweite Quartal 2024 vorgesehen.

Volle Auftragsbücher für A320-Familie

Airbus sitzt auf vollen Auftragsbüchern für seinen Verkaufsschlager, die A320-Familie. Bis spätestens 2026 will Airbus die Produktion auf den Rekordwert von monatlich 75 Maschinen der Reihe hochfahren. Für dieses Jahr sind insgesamt 720 Maschinen geplant. Für Januar bis Juli summieren sich die Auslieferungen bislang auf 381 Flugzeuge.

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