Ideenverkauf Alle Lilium-Patente gehen an US-Konkurrenten Archer

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Die Patente für das vor Jahren mit großen Ambitionen gestartete Flugtaxi-Projekt Lilium sind aus der Insolvenzmasse heraus an die US-Konkurrenz verkauft worden, wie die dpa mitteilt.

Hier sieht man den elektrisch betriebenen Senkrechtstarter Archer Maker, der als  Flugtaxi dienen soll, nach dem Start. So weit ist das bereits insolvente Unternehmen Lilium aus München nie gekommen. Jetzt wurden alle Lilium-Patente vom Insolvenzverwalter an Archer verkauft ...(Bild:  Archer)
Hier sieht man den elektrisch betriebenen Senkrechtstarter Archer Maker, der als Flugtaxi dienen soll, nach dem Start. So weit ist das bereits insolvente Unternehmen Lilium aus München nie gekommen. Jetzt wurden alle Lilium-Patente vom Insolvenzverwalter an Archer verkauft ...
(Bild: Archer)

Das Start-up Lilium war 2015 gegründet worden und hatte viel Geld in die Entwicklung von senkrecht startenden Elektroflugzeugen gesteckt. Investoren hatten insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Doch 2024 wurde deutlich, dass es keine Zukunft für das Unternehmen in Deutschland geben wird. Auch staatliche Zuschüsse blieben aus. Es kam zur Insolvenz. Der Insolvenzverwalter gibt nun bekannt, dass das Patenportfolio mit seinen über 300 Ideen an die Archer Aviation Inc. aus dem US-Bundesstaat Kalifornien geht. Die Amerikaner entwickeln ebenfalls Senkrechtstarter und gehörten einst zur Lilium-Konkurrenz. Die Gläubigerausschüsse der Lilium GmbH und der Lilium Aerospace GmbH haben dem Verkauf demnach zuvor zugestimmt. Archer bezahlt, wie man erfährt, nur einen niedrigen bis mittleren 2-stelligen Millionenbetrag. Archer schreibt auf seiner Webseite etwas von rund 18 Millionen Euro.

Archer hat den Bogen nicht überspannt – man fliegt!

Archer, nach dem Erwerb im Besitz von rund 1.000 Einzelpatenten, ist in der Entwicklung, wie betont wird, außerdem deutlich weiter als es Lilium war. Anders als die Bayern haben die von den Amerikanern entwickelten Flugzeuge nämlich bereits erfolgreiche Testflüge unternommen – teils auch bemannte, wie Videos auf der Website beweisen sollen. Erste Einsätze außerhalb der Testflüge sind demnach im arabischen Raum, sowie in den großen Städten Indiens und Koreas geplant. Eine Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde FAA stehe auch bevor. Nach, wie es heißt, langen Verhandlungen in einem komplexen Transaktionsprozess hat sich Archer im Bieterwettbewerb durchgesetzt. In den kommenden Monaten werde er Münchener Insolvenzverwalter außerdem weitere Vermögenswerte von Lilium veräußern.

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