Mischende Multitalente

Als die Eirich-Ideen die Industrie aufzumischen begannen ...

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Die Eirich-Mischer im Spiegel der Anwendungsindustrie

  • Betonindustrie: Der Eirich-Mischer von 1903 wurde zunächst für die damals noch junge Betonindustrie entwickelt. Auch jetzt wird das Unternehmen den hohen Ansprüchen an modernen Architektur- und Hochleistungsbeton in Bezug auf Qualität und Wirtschaftlichkeit gerecht. Man entwickelt die Mischtechnologie stetig weiter. Homogenität, kurze Chargenzeiten, hohe Durchsatzleistungen, bessere Feinverteilung und Einsparungen bei Farbpigmenten und Bindemitteln sind die Vorteile;
  • Keramikverarbeitung: Mit dem Planetenmischer gelang der Schritt in Richtung keramische Anwendungen. Schwerpunkt war damals die Herstellung von feuerfesten Steinen. Die Entwicklung des Gegenstrommischers und des nachfolgenden Intensivmischers deckte dann nahezu alle Bereiche der keramischen Produktion ab. Dazu gehörte auch die Aufbereitung von Kohlenstoffmassen. Heute ist die Keramikindustrie eine der am stärksten von steigenden Energiepreisen betroffenen Branchen. Sie benötigt dringend Innovationen. Eirich hat deshalb das Ecoprep-Verfahren entwickelt, das ein hochwertiges und wirtschaftliches Granulat erzeugt, das später zu Fliesen oder anderen keramischen Produkten gepresst werden kann. Dabei spart das Verfahren im Vergleich zur üblichen Technik in Sprühtürmen bis zu 60 Prozent an Energiebedarf sowie Rohstoffe und Additive;
  • Gießereitechnik: Eirich ist seit 1925 mit Formsandmischern Partner der Gießerei und bietet komplette, schlüsselfertige Formstoffaufbereitungen an. Heute stehen außer hochwertigen Produktionsergebnissen auch Ressourcenschonung und Digitalisierung im Fokus der Branche. Eirich hat eine „intelligente“ Sandmanagementtechnologie entwickelt, die Rohstoffe und Energie während des gesamten Produktionszyklus einspart sowie den Ausschuss bei den Gussteilen minimiert. Das Evactherm-Verfahren kombiniert Mischen, Kühlen und Bentonitaufschluss in einer Maschine unter Vakuum. Das Inline-Prüfgerät Qualimaster AT1 überwacht dabei die Formstoffqualität in Echtzeit und sorgt für eine kontinuierlich hohe Qualität, indem es Abweichungen erkennt und selbstlernend gegensteuert. Auch findet Datenkommunikation mit der folgenden Formanlage statt, die umfassende Produktionsanalysen und vorausschauende Formstoffzusammensetzungen erlaubt;
  • Metallurgie: Erste Tastversuche gab es in Zusammenarbeit mit Lurgi (heute Metso:Outotec) und Verbreitung der Eirich-Mischer in Eisenerz-Pelletanlagen in den 70er-Jahren. Eirich bestach durch eine wesentlich bessere Mischgüte im Vergleich zu anderen Systemen. Eirich-Kontimischer waren dann in den frühen 90er-Jahren die nächste Entwicklungsstufe für immer höhere Durchsätze, was im Jahr 2006 im Typ DW40 gipfelte. Dieser war für die Aufbereitung von bis zu 1200 Tonnen Eisenerzkonzentrat pro Stunde ausgelegt (das entspricht einem kompletten Güterzug pro Stunde). Auch bei der Aufbereitung von Sintermischungen konnte Eirich ein höheres Level der Aufbereitung erreichen, indem erheblich höhere Mengen an Feinanteil und eisenhaltigen Reststoffe homogen verarbeitet werden konnten. Aktuell geht die Entwicklung hin zur Aufbereitung von Mikropellets, welche in der wasserstoffbasierten Direktreduktion und im Elektrolichtbogenofen weiterverarbeitet werden. So kann ein großer Beitrag zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie geleistet werden;Batterieindustrie: Seit über 80 Jahren sind Mischer von Eirich für die Aufbereitung von Batteriemassen im Einsatz und waren Schrittmacher bei Bleipastiermassen für Blei-Säure-Batterien sowie bei Depolarisationsmassen für Trockenbatterien. Den Maschinen mit schweren Knetkollern folgten in den 1960er-Jahren Intensivmischer mit schnelllaufenden Mischwerkzeugen. Später brachte Eirich mit Einführung des Vakuums in den Systemen zusätzlich eine hocheffiziente Möglichkeit für eine absolut homogene Mischung. Das verhalf der Branche zu einem kräftigen Wachstumsschub. Heute hat sich Eirich als Partner bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien etabliert und bietet dazu neuen ressourcenschonende Verfahren für Entwicklungslabore bis hin zu Giga-Fabriken;
  • Lebensmittel- und Pharmaindustrie: Mit der Lebensmittel- und Pharmaindustrie hat Eirich in diesem Jahr damit begonnen, die nächsten Industriezweige für sich zu erschließen. Die Hardheimer stellten mit dem Cleanline C5, C40 und C400 bereits drei Maschinen vor, die die explizit hohen Anforderungen für hygienische und kontaminationssensible Bereiche erfüllen.

Soviel ist sicher: die Jahrhundertgeschichte des Eirich-Mischers wird fortgeschrieben. Ein besonderes Augenmerk lege die Traditionsfirma dabei auf die digitale Transformation. Hightech und Digitalprodukte fließen deshalb immer öfter in die Systeme für die verschiedenen Brachen mit ein. Das erstrecke sich von der Online-Ersatzteilbestellung bis zur per künstlicher Intelligenz gesteuerten Qualitätssicherung der gemischten Endprodukte. Man darf gespannt sein ...

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