Kompressoren Alup hat in Deutschland noch immer einen guten Ruf
Alup ist wieder da: Der traditionsreiche Kompressorenhersteller aus Köngen ist sechs Jahre lang in Deutschland nicht in Erscheinung getreten. Im Interview erläutert Stan Laeremans, Geschäftsführer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Gründe für die Rückkehr und die weiteren Pläne des Unternehmens.
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Sie sind 2013 mit Alup nach Deutschland zurückgekommen. Was ist der Hintergrund?
Laeremans: Vor sechs Jahren hat Atlas Copco Alup gekauft. Dazu gab es eine Kartellentscheidung, dass wir die Marke die nächsten sechs Jahre in Deutschland nicht kommerzialisieren dürfen. Seit diesem Sommer können wir die Marke wieder nutzen. Seit 90 Jahren gibt es Alup und die Marke hat in Deutschland immer noch einen guten Ruf. Das ist ein Riesenvorteil.
Welche Zielgruppen wollen Sie in Deutschland erreichen?
Laeremans: Grundsätzlich wollen wir uns als eine Premiummarke positionieren. Im Industriesegment geht es da eher um Energiesparen und Komplettlösungen. Das kann von einer kleinen Anlage bis zu einer größeren, ganz komplexen von einigen Hundert Kilowatt gehen.
Wie wollen Sie den Vertrieb in Deutschland angehen?
Laeremans: In unserer Vertriebsstruktur gehen wir ausschließlich über wenige, ausgewählte Partner. Wir wollen ein Netz von ungefähr 40 Partnern für Deutschland aufbauen, derzeit haben wir ungefähr 25. Dadurch, dass wir exklusiv über Partner gehen und keinen Direktvertrieb haben, macht das den größten Vorteil für unsere Händler aus. Dazu bieten wir mit unseren Händlern eine starke und vielfältige Unterstützung. Mit professionellen Partnern, Kompetenz und einer starken Marke haben wir ein einzigartiges Konzept. Wir sind der einzige Premiumhersteller, der zu 100 % über Händler verkauft.
Was muss der Händler können, um Partner werden zu dürfen?
Laeremans: Sie müssen in der Lage sein, Energiemessungen und -beratung zu machen, und sie müssen einen eigenen, professionellen Service haben. Sie werden von uns entsprechend geschult. Wir verlangen keine Exklusivität, man kann auch mit anderen Lieferanten zusammenarbeiten, aber wir wollen, dass die Partner hinter unserer Marke stehen und sie auch nach vorne bringen.
Viel in der Diskussion ist gerade in Deutschland das Thema Energieeffizienz. Was bietet Alup in dieser Richtung?
Laeremans: Wichtig ist zunächst der Kompressor. Er muss mit hochwertigen Komponenten entwickelt sein, damit er energiesparend arbeitet. Wir sind Teil eines Konzerns, der viel in entsprechende Entwicklungen investiert. Daneben ist auch das Zubehör ganz wichtig. Das können wir aus dem eigenen Haus aufeinander abgestimmt liefern. Wir haben die Kompressoren, wir haben das Zubehör und wir haben auch übergeordnete Steuerungen, mit denen wir unsere Produkte und vielleicht fremde Maschinen in einer Kompressorstation optimal einbinden.
* Das Interview führte MM-Redakteur Stéphane Itasse
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