Trotz besserer Zahlen Leuchtmittelkonzern AMS Osram will 2.000 Jobs streichen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

AMS Osram, ein deutsch-österreichischer Leuchtmittelhersteller, meldet zwar bessere Zahlen, will aber allein in Deutschland mehrere hundert Stellen abbauen ...

Das operative Geschäft bei AMS Osram scheint sich laut vorläufigen Zahlen zu verbessern. Das kann jedoch nicht verhindern, dass man sich weltweit von Tausenden von Stellen verabschieden will. Der Schwerpunkt wird leider Deutschland sein ...(Bild:  AMS Osram)
Das operative Geschäft bei AMS Osram scheint sich laut vorläufigen Zahlen zu verbessern. Das kann jedoch nicht verhindern, dass man sich weltweit von Tausenden von Stellen verabschieden will. Der Schwerpunkt wird leider Deutschland sein ...
(Bild: AMS Osram)

AMS Osram legte jüngst Zahlen vor, die eine Besserung der Lage anzeigen, weil etwa der Verlust sinkt. Dennoch wird gemeldet, dass man weltweit Jobs streichen wird, wie schon einige Zeit vorher angedroht. Insgesamt soll es 2.000 Mitarbeiter treffen. Allein was Deutschland angeht, sollen es mehrere hundert sein. Die Hälfte der Streichungen betrifft Europa und Asien, wie es weiter heißt. Wer rechnen kann, dem wird das Licht aufgehen, dass der Schwerpunkt der Jobverluste in Europa Deutschland ist. AMS-Osram-Chef Aldo Kamper sagte an, dass im Halbleitergeschäft in Regensburg eine niedrige bis mittelgroße 3-stellige Zahl von Stellen wegfallen wird. Der Rotstift werde vor allem bei etablierten Produkten angesetzt, die mittlerweile von asiatischen Mitbewerbern günstiger angeboten würden. Deshalb will man die Produktion auch nach Asien verlegen. Regensburg will Kamper im Gegenzug zu einem hochautomatisiert fertigenden Standort machen. Einen Teil des Schuldenbergs wurden übrigens durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon abgetragen.

In Osrams Lampengeschäft wird es dunkler

Weitere Jobs werden im Lampengeschäft gestrichen, wie es weiter heißt. Dabei gehe es vor allem um die Standorte Herbrechtingen in Baden-Württemberg und Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist aber bereits seit einiger Zeit bekannt. AMS Osram rechnet sie in den aktuellen Zahlen allerdings mit. Die IG Metall hatte zuletzt den Abbau dort mit 270 Jobs beziffert. Doch das Geschäft mit klassischen Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, weil die Produkte sukzessiv von LED verdrängt werden. Kamper betonte aber, dass es dennoch noch viele Jahre weitergehen wird. Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit rund 19.000 Mitarbeiter, wovon 7.500 in Europa arbeiten. Der Löwenanteil ist in Asien unter Vertrag.

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