Streit geht weiter Chiphersteller Nexperia wird doch weiter kontrolliert

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

In Sachen Nexperia hat das Wirtschaftsgericht in Amsterdam die Suspendierung der chinesischen Führung bekräftigt und eine umfassende Untersuchung angeordnet ...

Der chinesische Chiphersteller Nexperia, der in Nimwegen den europäischen Standort hat, wurde vom Gericht in Amsterdam dazu verdonnert, weiterhin kontrolliert zu werden. Das schmeckt Peking nicht. Das Dumme: Die Chips sind für Europas Autohersteller bekanntlich sehr wichtig ...(Bild:  Nexperia)
Der chinesische Chiphersteller Nexperia, der in Nimwegen den europäischen Standort hat, wurde vom Gericht in Amsterdam dazu verdonnert, weiterhin kontrolliert zu werden. Das schmeckt Peking nicht. Das Dumme: Die Chips sind für Europas Autohersteller bekanntlich sehr wichtig ...
(Bild: Nexperia)

Die im Oktober verhängten Kontrollmaßnahmen gegen Nexperia, das zwar chinesisch ist, aber den europäischen Sitz in Nimwegen in den Niederlanden hat und dort produziert, bleiben bestehen, wie die Richter in Amsterdam entschieden haben. Damit ist aber das Problem geschaffen, dass eine schnelle Belegung des Konflikts mit China um diesen wichtigen Chiphersteller, der bekanntlich für die europäische Autoindustrie eine große Rolle spielt, nicht in Sicht ist. Peking hatte die Aufhebung der Maßnahmen aber gefordert. Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr gab es Berichte, dass der chinesische Eigentümer vom Mutterunternehmen Wingtech technologisches Wissen und Produktionskapazitäten nach China verlagern wollte. Daraufhin hatte zunächst das niederländische Wirtschaftsministerium in die Führung des Unternehmens eingegriffen. Diese Maßnahme wurde inzwischen aber ausgesetzt. Doch kurz darauf hatte das Wirtschaftsgericht auf Initiative von Vorstandsmitgliedern den chinesischen Vorsitzenden suspendiert und einen Interims-Vorstand ernannt, was nun weiter der Fall sein wird.

Steht man schon wieder vor einer Chip-Ebbe?

Unternehmensvertreter forderten vor Gericht eine umfassende Untersuchung nach den Eingriffen des chinesischen Direktors und des Mutterunternehmens. Die Anwälte des chinesischen Eigentümers wiesen Vorwürfe des Missmanagements vehement zurück. Der bisherige Unternehmenschef habe nie versucht, das Unternehmen auszuhöhlen und die Produktion nach China zu verlagern. Die Maßnahmen lösten einen heftigen Konflikt mit China aus. Peking hatte den Export von Nexperia-Chips gestoppt und damit auch europäische Autohersteller getroffen. Das Exportverbot wurde zwar gelockert, doch China fordert weiter, dass die Kontrolle über das Unternehmen aufgehoben wird. Die vom Gericht angeordnete Untersuchung kann mehrere Monate dauern. Solange wird die Industrie wohl bangen und hoffen müssen, was nun wieder passiert ...

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