Anlagenoptimierung

Anlagenoptimierung mittels TPM

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Informationen für TPEM aus den Steuerungen abgreifen

Vielmehr ist es sinnvoll und hat es sich bewährt, ZDF (Zahlen – Daten – Fakten) unmittelbar aus den Maschinen abzufragen, das bedeutet Informationen aus den Steuerungen oder aus der Sensorik direkt abzugreifen. Zur erfolgreichen Einführung von TPEM sind die Bestimmungen der vorhandenen Anlagenleistung und Verfügbarkeit (OEE), des Anlagenzustands (Condition Monitoring über alle Bereiche) sowie der Mikrostörungen und Verluste nötig. Alle Bestimmungen sollten nach Möglichkeit automatisch erfasst und mithilfe geeigneter Softwaretools ausgewertet und analysiert werden. Danach erfolgen die Bestandsaufnahme der jetzt durchgeführten Instandhaltung an der Anlage und der Einstieg in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Dabei werden die Anlagenverluste analysiert und aus den gewonnenen Informationen aus den Betriebsanlagen werden Rückschlüsse gezogen. Dies ermöglicht es, die notwendigen Erfordernisse und Möglichkeiten für eine Anlagenverbesserung zu ermitteln und zu planen. Im weiteren Schritt erfolgt die Umsetzung der geplanten Maßnahmen mit anschließendem Test.

KVP-Regelkreis schließt mit Überprüfung und erneuter Analyse

Zum Abschluss schließt sich der KVP-Regelkreis mit der Überprüfung der umgesetzten Maßnahmen und der erneuten Analyse. Da alle Informationen automatisch gewonnen werden, stehen die Ergebnisse der Verbesserungsmaßnahmen quasi in Echtzeit zur Verfügung. Als Beispiel einer erfolgreichen TPEM-Einführung dient das Werk der ifm electronic GmbH in Tettnang. Informationen der Betriebsanlagen, das heißt Daten aus Steuerungen und Sensorik, werden automatisch erfasst und mittels geeigneter Softwaretools ausgewertet. Ein abgestelltes TPEM-Team, das sich mit der Analyse der Daten und der Ausarbeitung der Verbesserungsmaßnahmen beschäftigt, steuert den nachfolgenden KVP-Prozess.

Als Ergebnis des Total Productive Equipment Management konnten innerhalb von sechs Monaten die Energiekosten um mehr als 100.000 Euro/Jahr gesenkt werden und durch die kontinuierliche Verbesserung der Betriebsanlagen die Anschaffung einer weiteren Verpackungslinie eingespart werden. Condition Monitoring als ganzheitlicher Ansatz stellt dabei einen der wichtigsten Bestandteile des TPEM Prozesses dar.

Fazit: Zur Einführung von TPEM ist eine automatische Erfassung von Informationen aus den Betriebsanlagen zwingend notwendig.

Geeignete Softwaretools zur Auswertung von Anlagenstillstände und Mikrostörungen sowie Bestimmung der OEE erleichtern dabei die Arbeit.

Ein ganzheitlicher Condition-Monitoring-Ansatz unter Einbeziehung des Energieverbrauchs ist ein maßgebliches Werkzeug.

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