Ultradünn abgewiesen

Antihaftbeschichtung Ultraplas bewährt sich beim Spritzgießen & Co

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Antihaftbeschichtung bewährt sich in der Produktionspraxis

Umfangreiche Praxisuntersuchungen bei verschiedenen Industrieunternehmen haben gezeigt, dass im Bereich des Spritzgießens die Entformungskräfte und die Belagsbildung tatsächlich reduziert werden. Auch konnte gezeigt werden, dass durch die Verringerung der Adhäsionskräfte die Summe der Entformungskräfte geringer wird. Deshalb kann die Entformungstemperatur erhöht und der Reibungsanteil reduziert werden. Im Gegensatz zum Stand der Technik könne diese Beschichtung plasmatechnisch auch effektiv und schonend entfernt werden. Im Bedarfsfall kann also eine Neubeschichtung (auch mehrfach) ohne Qualitätseinbußen appliziert werden. Besonders interessant sei diese Möglichkeit bei hochglänzenden Werkzeugoberflächen, weil dadurch die zeitaufwendige Polierarbeit oder die Ultrapräzisionsbearbeitung entfallen könnten.

Hochwertige Oberflächen bei Zinkdruckgussteilen leichter machbar

Es habe sich außerdem ergeben, dass man mit Ultraplas hochwertige Zinkdruckgussoberflächen durch direktes Gießen wirtschaftlicher herstellen könne. Durch die signifikante Verbesserung der Oberflächenqualität der Gussteile können also teure und zeitaufwendige mechanische Nachbearbeitungsschritte (Strahlen, Schleifen und Polieren) vereinfacht oder sogar ganz vermieden werden. Zusätzlich können die einzelnen Prozessschritte der galvanischen Oberflächenbeschichtung verkürzt oder reduziert werden, wie die Forscher anmerken. Die Entwicklung der dauerhaften Ultraplas-Trennschicht für den Zinkdruckguss stelle folglich einen bedeutenden Fortschritt in der Gießereitechnik dar. Die Möglichkeit, auf den Einsatz von Trennmittel zu verzichten, eröffnet neue Potenziale zur Verbesserung der Gussqualität, Reduzierung der Produktionskosten und für eine umweltfreundlichere Produktion.

Und weil die Zinkgussteile ohne Trennmittel hergestellt werden können, wird die Vorbehandlungszeit für die Galvanisierung reduziert und der Materialverbrauch verringert. Die hergestellten Zinkbauteile weisen auch die gewünschte niedrige Rauheit auf. Aufgrund der glatteren Oberfläche kann auf die Glanzkupferbeschichtung verzichtet werden, was wiederum Ressourcen und Zeit spart. Die Reduzierung der Schichtdicke von Kupfer (cyanidisch) und Glanznickel um jeweils 50 Prozent kommt noch hinzu. Das entlastet außerdem die Umwelt.

Näheres zu den Hintergründen der Projektarbeit

Die Forscher des Fraunhofer-IFAM entwickelten Ultraplas gemeinsam mit Partnern im Rahmen der durch die Industrielle Gemeinschaftsforschung IGF geförderten Projekte „GlossyCast“ und „UltraTrenn“. Ziel der Forschungsvorhaben war es, die Entformungskräfte und die Belagsbildung auf den Werkzeug- und Formoberflächen zu reduzieren und dabei den jeweils spezifischen Belastungen des Zinkdruck- respektive des Kunststoffspritzgießens dauerhaft standzuhalten.

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