Antimagnetisch

Redakteur: Güney Dr.S.

Linearführung mit Aluminium-Rollen ermöglicht Liegepositionierung für Magnetresonanzgeräte ohne Beeinflussung des Magnetfeldes. Die Anforderungen der Kontrukteure an die Wälzlagerhersteller...

Anbieter zum Thema

Die Anforderungen der Kontrukteure an die Wälzlagerhersteller steigen ständig. Die Wälzlager sollen immer höhere Tragzahlen und höhere Genauigkeiten aufweisen sowie leichter und geräuschärmer werden, damit die Laufkultur steigt. Aber auch bei den Linearführungen werden die Anforderungen immer höher: Um genauer arbeitende Maschinen konstruieren zu können, fordern die Konstrukteure immer toleranz-ärmere Positionierssysteme und die Hersteller solcher Systeme erfüllen dies mit dem Einbau noch genauerer Lager und Rollen. Aber für bestimmte Anwendungen gilt es sogar, das Material zu ändern. So forderten die Hersteller von medizintechnischen Geräten beispielsweise für die Zuführung der Patienten in Magnetresonanzgeräte eine Liege mit einer Linearführung, die:- das Magnetfeld möglichst wenig beeinflusst, - leicht und platzsparend ist, - alle auftretenden Belastungen aufnimmt, - exakt im Magnetfeld positioniert, - geräuscharme Hubbewegungen ausführt,- wartungsfrei ist und kein Nachschmieren erfordert und - keine Schmierstoffe austreten lässt.Für präzise Untersuchungsergebnisse bei Magnetresonazgeräten spielt die Patientenpositionierung eine entscheidende Rolle. Zusätzlich soll dem Patienten die Untersuchung so angenehm wie möglich gestaltet werden. Daraus ergeben sich bestimmte Anforderungen an die Patientenliege.Nachdem sich der Patient auf die Liege gelegt hat, fährt diese in Position, um anschließend in das Gerät geschoben zu werden. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, den Anteil an magnetischen Werkstoffen so gering wie möglich zu halten. Magnetisches Metall würde die Magnetstrahlen während der Bewegung beeinflussen. Linearbewegung mit Aluminium-RollenführungEine optimierte Lösung für diese Reihe von Anforderungen bietet die antimagnetische Version der Aluminium-Rollenführung der Franke GmbH. Die „Amagnetische“ findet dort Einsatz, wo magnetisches Material störenden Einfluss auf den Arbeitsablauf oder in diesem Fall auf die Bildqualität des Untersuchungsergebnisses hat. Franke setzt auf die Aluminium-Rollenführung der Serie FDC/FDD. Die Führungsschienen bestehen aus einem leichten Aluminiumprofil mit eingelegten Laufdrähten aus Duratherm oder Niro-Werkstoff. Rollenschuhe und Platte bilden die Führungskassette, die ebenfalls aus Aluminium besteht. Auf die Kassette wirken hohe Momente, im Führungssystem werden deshalb Nadellager aus Stahl eingebaut. Durch die gute Isolationswirkung des Aluminiumgehäuses hat der geringe Anteil an magnetischem Stahl keinen Einfluss. Die nadelgelagerte Laufrollen der Führung sind kreuzweise hintereinander angeordnet, wodurch eine optimale Kombination aus Belas-tungs-, Reibungs- und Platzoptimierung entsteht. Durch die vier X-förmig angeordneten Laufbahnen werden alle Belastungen bestmöglich aufgenommen und eine spielfreie Führung der Kassette erreicht. Reibung wird zuverlässig bei kleinem Bauraum minimiert. Es entsteht ein gleichförmiger Schiebewiderstand und ein besonders leiser und leichter Lauf der Patientenliege. Weil ein weiterer wichtiger Aspekt für die Medizintechnik ein schmiermittelfreies System ist eignen sich die Franke-Linearführungen besonders, denn sie sind wartungsfrei über die gesamte Einsatzdauer. Die Lager der Führungen sind seitlich abgedichtet und durch die geschlossene Bauform wird der Austritt von Schmierstoffen wirksam verhindert. Aluminium-Rollenführungen von Franke sind somit auch für den Reinraumeinsatz geeignet und können hohe Hygieneanforderungen erfüllen.

Artikelfiles und Artikellinks

Link: Franke