Stahlindustrie Arcelormittal beginnt Anlagen-Planung für CO2-arme Stahlproduktion

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Arcelormittal will seinen Stahl an den Standorten Bremen und Eisenhüttenstadt künftig CO2-arm herstellen. Die für den Technologiewechsel benötigten Anlagen sollen von EU, Bund und Land gefördert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium hat nun einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das Projekt zugelassen.

Das Bremer Stahlwerk. Hier soll direkt reduziertes Eisen (Eisenschwamm) mit grünem Wasserstoff erzeugt werden. Daraus wird dann künftig CO2-armer Stahl in Bremen und Eisenhüttenstadt produziert.(Bild:  Arcelormittal)
Das Bremer Stahlwerk. Hier soll direkt reduziertes Eisen (Eisenschwamm) mit grünem Wasserstoff erzeugt werden. Daraus wird dann künftig CO2-armer Stahl in Bremen und Eisenhüttenstadt produziert.
(Bild: Arcelormittal)

Der Stahlhersteller Arcelormittal kann mit der Planung neuer Anlagen für eine klimafreundlichere Stahlproduktion an den Standorten Bremen und Eisenhüttenstadt beginnen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das Projekt zugelassen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das bedeutet, Arcelormittal muss nicht bis zur Genehmigung der Europäischen Kommission für die staatlichen Beihilfen warten, sondern kann auf eigenes Risiko Planungsaufträge erteilen.

Der Stahlhersteller will mit klimaneutral hergestelltem Wasserstoff zunächst Eisenschwamm produzieren, aus dem dann CO2-armer Stahl hergestellt werden kann. Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben 2021 einen Förderantrag für das rund 2,5 Milliarden Euro teure Investitionsprojekt gestellt. Der Bund und Bremen wollten das Vorhaben fördern, sobald die Brüsseler Förderzusage vorliege, so das Unternehmen.

In den Werken in Bremen und Eisenhüttenstadt leite das Unternehmen nun die nächsten Schritte ein, um den Bau der Anlagen vorzubereiten, sagte der Chef von Arcelormittal Deutschland, Reiner Blaschek, laut Mitteilung. Arcelormittal hat das Ziel, den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 bis 2030 in Europa um 30 Prozent zu senken und Stahl bis 2050 weltweit klimaneutral herzustellen. Dazu sollen bis 2026 an den Standorten Bremen und Eisenhüttenstadt zwei Hochöfen durch modernere Technologie ersetzt werden. Arcelormittal produziert in Deutschland neben den Standorten Bremen und Eisenhüttenstadt auch in Hamburg und Duisburg.

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