Drucklufttechnik/Werkzeuge/Montagesysteme Atlas Copco kämpft mit Umsatzrückgang

Redakteur: Stéphane Itasse

Der schwedische Industriekonzern Atlas Copco hat im vergangenen Jahr weltweit 83,9 Mrd. Schwedische Kronen (9,7 Mrd. Euro) umgesetzt – 7 % weniger als 2012. Der Betriebsgewinn sank um 11 % auf 17,1 Mrd. SEK (2,0 Mrd. Euro), der Gewinn vor Steuern ging um 12 % auf 16,3 Mrd. SEK zurück (1,9 Mrd. Euro), wie die deutsche Tochtergesellschaft Atlas Copco Holding GmbH in Essen mitteilt.

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Für Atlas Copco hat sich das Geschäftsjahr 2013 eher schwach präsentiert, in Deutschland konnte der Konzern aber zulegen.
Für Atlas Copco hat sich das Geschäftsjahr 2013 eher schwach präsentiert, in Deutschland konnte der Konzern aber zulegen.
(Bild: Atlas Copco)

Zum Jahresende 2013 beschäftigte die Atlas-Copco-Gruppe 40.241 Menschen und damit über 400 mehr als Ende 2012 (39.811), wie es weiter heißt. Der Konzern fertige Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Bau- und Bergbauausrüstungen sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme. Vor allem die Bergbautechnik, die etwa ein Drittel des Konzerngeschäfts ausmache, verzeichnete ein schwaches Jahr mit weltweiten Umsatzeinbußen von 15 %. Dagegen hätten die anderen Bereiche nur leicht nachgegeben oder sich stabilgehalten.

Atlas Copco wächst in Deutschland gegen den Trend

In Deutschland verzeichnete der Konzern gegen den globalen Trend ein moderates Wachstum: Die Auftragseingänge stiegen um 0,5 %, im Rechnungsausgang stand sogar ein Plus von 2,5 % zu Buche. „Die Nachfrage aus der Allgemeinen Industrie war ordentlich“, sagte Piet Leys, Geschäftsführer der Atlas Copco Holding GmbH in Essen. „Aber die Automobilindustrie investierte hierzulande deutlich zurückhaltender als im Jahr davor.“ Demgegenüber sei diese Branche aufgrund anziehender Nachfrage aus Asien und den USA weltweit für das gute Ergebnis des Konzernbereichs Industrietechnik verantwortlich gewesen, zu dem unter anderem Atlas Copco Tools und SCA Schucker gehörten.

Projekte aus der Türkei und Deutschland im Bereich Geothermie hätten der Kölner Atlas Copco Energas gute Zuwächse gebracht. Aus dem Ausland seien außerdem Systeme aus der Klebetechnik stark nachgefragt gewesen, wie die vor gut zwei Jahren übernommene SCA Schucker GmbH & Co. KG aus Bretten der Holding meldete.

Übernahmen prägen das Atlas-Copco-Geschäft in Deutschland

Das vergangene Jahr war laut Mitteilung hierzulande außerdem von Akquisitionen geprägt: So wurde der Solinger Werkzeugspezialist Saltus übernommen, der mechanische und mechatronische Drehmomentschlüssel anbietet, sowie die Synatec-Gruppe aus dem Stuttgarter Raum, die sich auf intelligente Montagearbeitsplatzsysteme und Qualitätssicherung in der Automobilindustrie fokussiert. Allein durch diese beiden Unternehmen habe Atlas Copco seine Belegschaft um 170 Beschäftigte ausgeweitet. Insgesamt waren zum Ende des Jahres für den Konzern hierzulande 2680 Mitarbeiter tätig, darunter 140 Auszubildende (2012: insgesamt 2360), wie es heißt.

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