Wieder einer! Auch Automobilzulieferer Gerhardi ist insolvent

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Auch die Gerhardi Kunststofftechnik GmbH aus Lüdenscheid ist finanziell in Schieflage geraten, wie die dpa jetzt melden muss.

Nun hat die Krise in der Automobilbranche auch den Zulieferer Gerhardi zu Fall gebracht, denn jetzt hat der Lüdenscheider Kunststoffteile-Hersteller Insolvenz anmelden müssen.(Bild:  Gerhardi)
Nun hat die Krise in der Automobilbranche auch den Zulieferer Gerhardi zu Fall gebracht, denn jetzt hat der Lüdenscheider Kunststoffteile-Hersteller Insolvenz anmelden müssen.
(Bild: Gerhardi)

Der Automobilzulieferer Gerhardi hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Hagen gestellt. Das geht zumindest aus einer Bekanntmachung auf dem Portal „Insolvenzbekanntmachungen.de“ hervor. Die Insolvenzverwaltung übernimmt demnach die Kanzlei White & Case. Andere Medien hatten zuvor darüber berichtet. Gerhardi beschäftigt insgesamt 1.500 Personen. Wie es für die nun weitergehe, sei noch unklar. Der Insolvenzverwalter war laut Aussage der dpa zunächst nicht für ein Gespräch zu erreichen.

Harte Zeiten für alle aus dem Automobilsektor

Das Unternehmen zählt zu Europas größten Entwicklern und Produzenten für galvanisierte und technisch anspruchsvolle Kunststoffteile, wie auf der eigenen Internetseite zu lesen ist. Außer in Lüdenscheid, Altena und Ibbenbüren hat Gerhardi noch einen Standort in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama. Das Unternehmen wurde 1796 gegründet. Damals produzierte die Firma Schnallen aus Messing und Kupfer. Die deutsche Autoindustrie steckt bekanntlich in der Krise, was nun auch Gerhardi zu spüren bekommt. Beim Autobauer Volkswagen etwa stehen Lohnkürzungen, Werksschließungen und ein Stellenabbau im Raum. Andere Hersteller und Zulieferer wie ZF, Continental und Bosch kündigten zuletzt auch an, Arbeitsplätze abzubauen.

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