Ringe auf Talfahrt Audi meldet erneut krassen Gewinnrückgang

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Für 2024 sackte das Nachsteuerergebnis der Ingolstädter VW-Tochter Audi um 33 Prozent (auf 4,2 Milliarden Euro ab), wie der Konzern jetzt mitteilte. Das ist das zweite Minus in Folge.

Nicht so prickelnd! Der Ingolstädter Premiumfahrzeug-Hersteller Audi legte jetzt die Zahlen für 2024 vor. Dabei zeigt sich, dass man zum zweiten Mal in Folge Gewinneinbrüche verschmerzen muss. Hier die Zahlen ...(Bild:  Audi)
Nicht so prickelnd! Der Ingolstädter Premiumfahrzeug-Hersteller Audi legte jetzt die Zahlen für 2024 vor. Dabei zeigt sich, dass man zum zweiten Mal in Folge Gewinneinbrüche verschmerzen muss. Hier die Zahlen ...
(Bild: Audi)

Die Zahlen, die Audi jetzt offengelegt hat, beziehen sich nicht nur auf die Kernmarke, sondern auf den Teilkonzern Audi, zu dem auch Bentley, Lamborghini und Ducati gehören, wie es heißt. Audi reagiere auf die aktuellen Schwierigkeiten mit Stellenabbau, wie bereits gemeldet wurde. „Vor einem Jahr haben wir gesagt, dass 2024 ein Jahr des Übergangs wird. Das hat stimmte leider “, kommentiert Audi-Chef Gernot Döllner. Die Herausforderungen seien dabei nicht kleiner geworden. Die schwache Nachfrage treffe auf ein erhöhtes Angebot, was insbesondere in China der Fall sei. Im letzten Jahr haben die Ingolstädter – wie viele andere Autohersteller auch – unter anderem unter schwacher Nachfrage und Preiskämpfen in China gelitten. Bei Audi kamen im ersten Halbjahr aber noch Probleme mit fehlenden Teilen für größere Motoren hinzu. Außerdem mussten hohe Rückstellungen für die Schließung des Werks in Brüssel geleistet werden. Der Absatzeinbruch der Kernmarke Audi schlug dabei auch auf den Umsatz durch, der nun um knapp acht Prozent auf 64,5 Milliarden Euro rutscht.

Audi hat offensichtlich einen harten Gang vor sich

Die drei kleineren Marken im Audi-Konzern liefen dagegen besser, heißt es. Sie zogen demnach das Ergebnis deutlich nach oben. Jede von ihnen kam auf deutlich höhere operative Renditen als die Kernmarke Audi. Das gelte vor allem für Lamborghini, wo mit einer Marge von 27 Prozent in einer eigenen Liga gespielt werde. Bei Audi selbst waren es dagegen nur 4,6 Prozent. Für 2025 will Audi zwar Absatz, Umsatz und Rendite wieder steigern, doch einfach wird das nicht, wie man zugeben muss. Der Weg werde deshalb steinig. Die Märkte bleiben nicht zuletzt wettbewerbsintensiv. Auch gebe es weiter Kaufzurückhaltung in China, wo Audi beim Absatz nur eine Seitwärtsbewegung erwarte. Helfen sollen dagegen neue Modelle. In 2024 und 2025 kämen schließlich zusammengenommen über 20 auf den Markt. Ein weiteres Risiko für Audi ist die aktuelle Zollpolitik der USA. Kurzfristig kann man dagegen nur bedingt Hebel bewegen, hieß es. Möglicherweise wird Audi deshalb die Preise in den USA erhöhen müssen. Doch das sind Probleme, mit denen quasi alle deutschen Automobilhersteller ringen müssen.

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