Willkommener Luxuseffekt Audi schrammt knapp an der Verlustzone vorbei

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Betriebsgewinn bei Audi ist im dritten Quartal um krasse 91 Prozent auf 106 Millionen Euro abgestürzt. Wenn Lamborghini und Bentley nicht wären, sähe es noch übler aus ...

Fast hätte es gekracht! Denn nur mithilfe zweier Luxusfahrzeug-Marken hat Audi die Kurve gekriegt und ist nicht in die roten Zahlen geschliddert. Hier ein Überblick ...(Bild:  Audi)
Fast hätte es gekracht! Denn nur mithilfe zweier Luxusfahrzeug-Marken hat Audi die Kurve gekriegt und ist nicht in die roten Zahlen geschliddert. Hier ein Überblick ...
(Bild: Audi)

Audi kämpft mit einem starken Ertragseinbruch. Als Gründe nennt Finanzvorstand Jürgen Rittersberger den Absatzrückgang der Marke Audi um 16 Prozent (407.000 verkaufte Autos), den sehr intensiven Preiswettbewerb in Europa und in China und vor allem die Rückstellungen für eine Schließung des Audi-Werks in Brüssel (1,2 Milliarden Euro). Nur mithilfe der Luxusmarken Lamborghini und Bentley schaffte es die Markengruppe gerade noch in die schwarzen Zahlen, wie die dpa erfahren hat. Demnach erwartet Audi einen Rückgang des Konzernumsatzes von 70 Milliarden auf 63 bis 68 Milliarden Euro und einen Rückgang der Ergebnismarge auf 6 bis 8 Prozent. Der Finanzvorstand fügte aber hinzu, dass man eher auf dem niedrigeren Niveau landen wird. Doch immerhin ist nicht alles schlecht, was Audi derzeit zu melden hat ...

Alle Audi-Azubis werden übernommen!

Audi-Vorstandschef Gernot Döllner erklärt: „Außer den zahlreichen Modellanläufen fokussieren wir ganz klar schlanke Strukturen.“ Der Finanzvorstand merkte noch an: „Unser Augenmerk liegt aktuell darauf, unsere Effizienz und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.“ An der Beschäftigungsgarantie bei Audi bis 2029 werde das Unternehmen festhalten. Deshalb würden die Azubis alle übernommen. Es gebe auch keinen expliziten Einstellungsstopp. Allerdings gebe es externe Neueinstellungen nur noch handverlesen. Die Lieferprobleme bei den großen V6- und V8-Motoren, die Audi im ersten Halbjahr zu schaffen machten, seien außerdem inzwischen gelöst. Dabei registriere man jetzt positive Nachholeffekte. Der Preiskampf, den man vor allem in China auskämpfen muss, und der laufende Modellwechsel quer durch die Bank belasten aber das Ergebnis, wie es weiter heißt. Die Gebrauchtwagenpreise haben sich aber nach dem starken Rückgang im ersten Halbjahr inzwischen stabilisiert.

Das Audi-Geschehen in harten Zahlen

In den ersten neun Monaten verkaufte die Marke Audi 1,24 Millionen Autos und damit 11 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Vor allem in den USA lief es wegen der fehlenden Teile für die großen Autos deutlich schlechter, wie es weiter heißt. In China sanken die Audi-Verkaufszahlen um 8,5 Prozent auf 477.000 Autos. Dort startet das Unternehmen mit dem Partner FAW im neuen Werk in Changchun die Produktion vollelektrischer Audis. Der Absatz der Luxusmarke Bentley fiel in den ersten neun Monaten um ein Drittel, Lamborghini dagegen legte kräftig zu, so die Analysen. Beim Umsatz liegt Audi nach neun Monaten mit 46,3 Milliarden Euro rund 8 Prozent unter Vorjahr. Das Betriebsergebnis fiel um über die Hälfte (von 4,6 auf 2,1 Milliarden Euro). Die Umsatzrendite halbierte sich auf 4,5 Prozent. Als Gewinn nach Steuern blieben in den ersten neun Monaten 2,4 Milliarden Euro, nach 4,5 Milliarden Euro im Vorjahr.

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