Atlas Copco Tools Auf Turbo-Niveau: Neuer Druckluft-Winkelschleifer
Wer netto 2 kW und mehr Schleifleistung an der Scheibe braucht, für den kamen bislang nur düsengetriebene Druckluftschleifer oder aber Hochfrequenzmaschinen in Frage. Letztere setzen einen stationären
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Wer netto 2 kW und mehr Schleifleistung an der Scheibe braucht, für den kamen bislang nur düsengetriebene Druckluftschleifer oder aber Hochfrequenzmaschinen in Frage. Letztere setzen einen stationären oder neuerdings (wie beim Brazor) auch tragbaren Umformer voraus. Und Turboschleifer wollen für ihren Düsenantrieb partikelarme Druckluft – die nicht jeder Betrieb gewährleisten kann. Durch eine Innovation bei Lamellenschleifern, also jenen mit klassischem Druckluftmotor, kommen jetzt auch normale Druckluftschleifer auf das Leistungsniveau von Turbomaschinen. So bietet die völlig neu entwickelte Winkelschleiferbauart LSV 48 eine effektive Abtragleistung von 1900 Watt, wiegt aber nur 2,7 kg. Damit ist dieser Lamellenschleifer für Scheiben mit 180 mm Durchmesser jetzt eine kompakte, handliche Alternative zu GTG-21-Druckluftschleifern mit Düsenantrieb (2,1 kW; 1,8 kg), wenn man seiner Druckluftqualität in punkto Partikelgehalt nicht sicher ist. Er läuft sogar mit ungeschmierter Druckluft, was Öler in der Zuluftleitung und deren Wartung erspart.
Wartung nur alle 1000 Betriebsstunden
Ein weiterer Beitrag zur Senkung der Betriebskosten ist das robuste Winkelgetriebe des LSV 48. Vollkommen gekapselt und fettgeschmiert ist es immun gegen Staub und braucht nur noch alle 1000 Betriebsstunden abgeschmiert zu werden. Ölgeschmierte Winkelgetriebe hingegen müssen schon nach etwa 200 Betriebsstunden gewartet werden. Mit nur 78 mm über der zum schnellen Scheibenwechsel arretierbaren Spindel baut dieser Winkelschleifer niedriger als ein Elektroschleifer. Das bringt Vorteile an schwer zugänglichen Stellen und macht weitere Werkzeuge möglicherweise überflüssig.
Nicht nur für den Arbeitgeber von Vorteil ist der automatische Unwuchtausgleich, der gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Zum einen beruhigt er den Lauf der aufgespannten Schleifmittel ganz wesentlich und erhöht so ihre Standzeiten um bis zu 30 Prozent. Zum anderen wird die Vibrationsbelastung des Werkers klar unter den seit letztem Sommer geltenden Auslösewert der EU-Vibrationsrichtlinie (2002/44/EG) von 2,5 m/s2 gesenkt. Das ist wichtig, wenn acht Stunden lang damit gearbeitet werden soll.
Freilich schleift keiner so lange in einem durch, doch ist das Arbeiten mit dieser Schleifmaschine in jedem Fall weniger ermüdend und belastend als mit einer weniger vibrationsgedämpften. Obendrein erlaubt die körpergerecht leicht abgewinkelte Form und Griffanordnung der LSV 48 eine unverkrampfte, entspannte Arbeitshaltung. Neben einer besonders stabilen Schutzhaube verhindert eine “Overspeed-Abschaltung” mögliche Unfälle. Wird die höchstzulässige Drehzahl des Werkzeugs aus irgendeinem Grund überschritten, setzt eine mechanische Überwachungseinrichtung die Maschine sofort still.
Mit sieben Modellen bieten die neuen LSV 48-Winkelschleifer die Wahl zwischen 5/8”- oder M14-Abtrieben und Drehzahlen von 6600 und 8500 min-1, so dass sich diese Maschinen für alle Schrupp-, Schmirgel- und Trennarbeiten eignen. Dazu passende Staubabsaughauben sind ab Lager lieferbar.
8er Serie löst 7er Baureihe ab
Zusammen mit der Entwicklung der LSV 48 wurde auch die bisherige 7er Serie der LS-Stab- und -Winkelschleifer überarbeitet. Die 600 Watt starken LSV-27-Winkelschleifer heißen jetzt LSV 28 und bekamen neben anderen Modifikationen 250 Watt stärkere Motoren. Die zuvor 1000 Watt starken LSV 37 werden ersetzt durch völlig neu entwickelte LSV-38-Winkelschleifer mit 1300 Watt und Spindelarretierung, werkzeuglos per Knopfdruck verstellbarer Schutzhaube und einer Vibrationsdämpfung unter dem 8-Stunden-Belastungswert von 2,5 m/s2. Auch sie brauchen (wie die LSV 48) nur noch alle 1000 Betriebsstunden abgeschmiert zu werden. Atlas Copco Tools
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