Ausgleichende Elemente
Kleine Bauteile kompensieren produktionsbedingte Fertigungstoleranzen in der Montage. Die Schraubenverbindung gilt in vielen Branchen und Industriezweigen weiterhin als das klassische...
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Kleine Bauteile kompensieren produktionsbedingte Fertigungstoleranzen in der MontageDie Schraubenverbindung gilt in vielen Branchen und Industriezweigen weiterhin als das klassische Verbindungselement. Oft ist es erforderlich, dass Schraubverbindungen auch passgenau ausgeführt werden müssen. Zudem hängt die wirksame und geeignete Schraubenverbindung von den zu montierenden Bauteilen ab. So beispielsweise bei der Verschraubung von Blechteilen in der Fahrzeugindustrie oder im Maschinenbau. Was für den Anwender, den Monteur auch noch zählt ist die Montagezeit. Diese kann unter Umständen sehr teuer werden - einmal abgesehen von dem Ärger, der damit entstehen kann, wenn es einmal nicht funktioniert. Da müssen einfach sichere und schnell montierbare Schraubenelemente her. Solche, die sich leicht montieren lassen, auch wenn die Toleranzen mal nicht 100%ig eingehalten wurden. Unter der Bezeichnung Flexax hat nun die Böllhoff GmbH in Bielefeld eine neue Systemfamilie entwickelt, die beim Montieren den automatischen Ausgleich von Fertigungstoleranzen berücksichtigt. Die Verbindungselemente dieser Systemfamilie sollen überall dort zum Einsatz kommen, wo produktionsbedingte Fügetoleranzen auszugleichen sind. Darüber hinaus sollen diese Elemente auch dafür sorgen, dass Verspannungen oder Verformungen, wie etwa bei Blechen, verhindert werden. Angesprochen sind in erster Linie die Anwendungsbereiche Automotive, Gehäusetechnik, Fassadenbau, die Möbelindustrie sowie der Schienenfahrzeugbau.Dass Fertigungstoleranzen vorkommen, ist bei Montageteilen nicht auszuschließen. Gleichzeitig aber stellt sich die Herausforderung, diese Toleranzen ausgleichen zu müssen, um die möglichen Verspannungen und Verformungen zu vermeiden. In der Vergangenheit bediente sich der Monteur Behelfslösungen wie etwa Passstücken oder Unterlegscheiben. Vor nicht mehr als fünf Jahren konnte dann eine Entwicklung beobachtet werden für derartige Montagearbeiten, wie sie hier beschrieben wurden, die erste Systemlösungen hervorbrachten. Diese wurden jetzt mit dem Flexax-System weiterentwickelt und optimiert. Hohe Produktqualität, kurze Montagezeiten und damit auch reduzierte Produktionskosten sind die erfreuliche Folge dieser Entwicklung.Den unterschiedlichen Anforderungen entsprechend, ist das Flexax-System auf ein breites Spektrum von Einsatzfeldern zugeschnitten. Grundsätzlich werden dabei zwei Varianten unterschieden:- Flexax Typ AW, als selbsteinstellende Unterlegscheibe- Flexax Typ BN, wobei selbsteinstellende Unterlegscheibe und Verbindungselement in einem Bauteil kombiniert sindDie wichtigsten Gemeinsamkeiten beider Varianten sind die einfache Montage und die einfachen Anpassungsmöglichkeiten der Systeme an kundenspezifische Anforderungen. Abhängig von der Kundenanforderung liefert der Hersteller die Systeme individuell zugeschnitten in einer breiten Palette von Ausführungen, die sich unter anderem aufgrund geometrischer Kriterien wie Schraubenabmessungen, Bauhöhen, Toleranzausgleichsmaße ohne Fixierungsvarianten unterscheiden. Markante Unterschiede beim Verbindungselement Typ AW bestehen beispielsweise in der Kombinierbarkeit mit verschiedenen Mutterngewinden. Es kommt vorzugsweise dort zum Einsatz, wo bereits ein Muttern- gewindeelement vorhanden ist und eine hochfeste Schraubverbindung verlangt wird.Die Schraubverbindung BN (Tabelle 2) zeichnet sich durch seinen als Blindnietmutter gestalteten Grundkörper aus, der vor allem zum Fügen dünnwandiger Bauteile eingesetzt wird. Das geschieht insbesondere dort, wo noch kein Mutterngewinde vorhanden und ein geringes Aufbaumaß in der Trennfuge erforderlich ist. Dieses Verbindungselement kann bei Bedarf auch manuell eingestellt werden.