Mehr ist nicht drin?! Autoindustrie muss noch mehr Kröten schlucken

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Ursula von der Leyen ist von Trump-Gesprächen abgereist, hat aber nun eine noch längere Liste mit Punkten, die vor allem der deutschen Autobranche keine Freude bereiten wird ...

Vor Kurzem fanden Gespräche zwischen Ursula von der Leyen und dem US-Präsidenten in Schottland statt, um die drohende Eskalation mit den Zöllen im Vorfeld zu entschärfen. Das Ergebnis sei vor allem für die deutsche Autoindustrie nicht erquickend ...(Bild:  AP)
Vor Kurzem fanden Gespräche zwischen Ursula von der Leyen und dem US-Präsidenten in Schottland statt, um die drohende Eskalation mit den Zöllen im Vorfeld zu entschärfen. Das Ergebnis sei vor allem für die deutsche Autoindustrie nicht erquickend ...
(Bild: AP)

Nach Abreise von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aus Trumps Golfresort im schottischen Turnberry kommen schlechte Nachrichten mit herüber – vor allem für die deutsche Autoindustrie, wie es heißt. Denn bereits zuvor kam heraus, dass der neue US-Basiszollsatz für Importe aus der EU in die Vereinigten Staaten bei 15 Prozent liegen wird. Er ist damit zwar deutlich niedriger als die 27,5 Prozent, die Trump in den vergangenen Monaten erheben ließ, aber dennoch eben weit höher als die 2,5 Prozent, die davor für Autoimporte aus der EU galten. Was das monetär heißt, wollen die entsprechenden Zahlen von Acea verdeutlichen. Denn demnach wurden 2024 749.170 in der EU hergestellte Neuwagen in die USA exportiert. Diese hatten einen Gesamtwert von 38,5 Milliarden Euro. Und Elektroautos waren davon knapp 111.600 Stück, die einen Wert von 5,9 Milliarden Euro ausmachten, wie es heißt.

Deutsche Autohersteller werden Milliarden zahlen

Fällt das nun weg, könnte Deutschland als Nummer eins in Sachen Autoexporte viel verlieren. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) warnte deshalb, dass der künftig geltende US-Zollsatz von 15 Prozent auf Fahrzeuge und Fahrzeugteile aus der EU auch für die Verbraucher ein schlechtes Zeichen ist, weil beispielsweise steigende Preise, eine eingeschränkte Modellvielfalt und höhere Servicekosten die Folgen sein könnten. Der VDA überschlug die jährlichen Kosten für die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie dabei grob auf eine nicht näher bezifferte Milliardensumme. Mittelfristig gehen Experten auch von einem sogenannten Arbeitsplatzexport aus, der bis zu 10 Prozent der Stellen im deutschen Autobau kosten könnte, was etwa 70.000 Jobs bedeute. Immerhin hätte alles noch viel schlimmer werden können, weil ab 1. August ja eigentlich 30 Prozent Zölle angedroht wurden.

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